Autofahrer prallen gegen Bäume Nach dem Hangrutsch: B53 bleibt weiterhin gesperrt (Fotos)

Update | Enkirch/Traben-Trarbach · Erdreich und Bäume sind auf die Bundesstraße zwischen Traben-Trarbach und Enkirch gerutscht. Zwei Autofahrer auf der Strecke hatten noch Glück im Unglück. Wie es nun weitergeht, haben Verantwortliche vor Ort am Sonntag besprochen.

Fotos: Hangrutsch an der B53 bei Traben-Trarbach​
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Hangrutsch an der B53 bei Traben-Trarbach: So sieht es vor Ort aus

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Foto: TV/Florian Blaes

In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind mehrere Bäume auf die B53 zwischen Traben-Trarbach und Enkirch gestürzt, größere Mengen Erdreich und Wasser wurden auf die Straße gespült. Das teilte die Polizei am Sonntagmorgen mit.

Ein 61-jähriger Autofahrer, der zu diesem Zeitpunkt von Enkirch in Fahrtrichtung Traben-Trarbach unterwegs war, bemerkte plötzlich, wie sich der Hang vor ihm in Bewegung setzte. Trotz eingeleiteter Vollbremsung konnte er eine Kollision mit einem herabstürzenden Baum nicht mehr verhindern. Kurz darauf kollidierte eine 56-jährige Autofahrerin, welche die B53 in entgegengesetzter Richtung befuhr, ebenfalls mit den herabgestürzten Bäumen. Beide Personen blieben unverletzt.

Die Bundesstraße wurde im betreffenden Bereich durch die Feuerwehren aus Enkirch und Traben-Trarbach und der Polizei Zell voll gesperrt.

Aufgrund des hohen Gefahrenpotentials durch weitere Bäume, welche herabzustürzen drohten, wurde von Behördenseite entschieden, die Sperrung mindestens bis zum Folgetag aufrecht zu erhalten und sich bei Tageslicht einen Überblick über das Ausmaß der Gefahrenstelle zu verschaffen, hieß es in der Mitteilung.

Im Laufe des Tages kamen dann Spezialisten zusammen. Neben Vertretern des Landesbetrieb für Mobilität (LBM) waren auch Mark Trossen, Wehrführer der Feuerwehr Traben-Trarbach, Marcus Heintel, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, und Patrice Langer, Stadtbürgermeister, vor Ort. In gemeinsamer Absprache wurde zunächst festgehalten, dass die Bundesstraße bis auf unbestimmte Zeit vollgesperrt bleiben müsse. Es sei zu gefährlich, um dort mit Bergungsarbeiten zu beginnen. Der Hang sei immer noch in Bewegung. Während der Begehung vor Ort stürzten weitere Bäume um.

Auch das Auto könne derzeit nicht geborgen werden. Man müsse zunächst besseres Wetter abwarten und dann entscheiden, wie man hier mit Sicherungsarbeiten vorgehen kann. Wie lange die Sperrung konkret aufrechterhalten wird, war zunächst nicht bekannt. Auf seiner Website teilte der Landesbetrieb Mobilität mit, dass die B53 im entsprechenden Bereich mindestens bis Montagnacht blockiert sei.

Der Verkehr wird über die K65 Kövenig-Reil umgeleitet, der Schwerverkehr weiträumig über die B49 Bengel. Auch der Linienverkehr der Moselbahn wird hiervon betroffen sein.