Traben-Trarbach empfängt Fairplay-Tour-Tross

Traben-Trarbach empfängt Fairplay-Tour-Tross

Eine den Verkehr regelnde Stadtbürgermeisterin, mehr als 700 Fahrradreifen und rund 350 gut gelaunte, stolze und zum Teil zu Tränen gerührte Jugendliche und Erwachsene: Die Fairplay-Tour durch die Großregion hat in Traben-Trarbach Station gemacht.

Traben-Trarbach. "Wenn man empfangen wird, da hat man schon ein paar Tränen in den Augen." Michael Herder war sichtlich ergriffen, als die Fairplay-Tour vor dem Musikpavillon Traben-Trarbach ihr vorletztes Etappenziel erreichte. Der vielleicht schwerste der acht Tage lag hinter den 350 Jugendlichen und ihren Betreuern.
Aus dem saarländischen Ottweiler kommend musste der Tross auf den 105 Kilometern unter anderem den Erbeskopf überwinden.
Am Moselufer gab es zur Stärkung Getränke, Obst und Kuchen, bevor Stadtbürgermeisterin Heide Pönninghaus, die zuvor selbst bei der Verkehrsregelung mitgeholfen hatte, die Radfahrer begrüßte: "Ihr seid alle Sieger, weil ihr die Strecke geschafft habt, und die Kinder in Ruanda sind die Gewinner", rief sie den Jugendlichen zu. Denn mit dem Geld, das mit der Fairplay-Tour und den Spendenaktionen an den einzelnen teilnehmenden Schulen gesammelt wird, werden Bildungseinrichtungen im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda unterstützt.
Traben-Trarbach war bei der zum 15. Mal durchgeführten Fairplay-Tour mit Gruppen vom Gymnasium und dem Jugendhof Wolf dabei. "Es war ein tolles Gefühl, als wir hier ankamen und die Straßen voller Leute standen", sagte Lea Henrich. Die 16-Jährige erklärte zusammen mit Johanna Henrich, Anna Stock und Armin Gottke, was sie sich ausgedacht haben, wofür die acht Buchstaben bei "Fair Play" stehen können: Fairness, Ausdauer, Inklusion Behinderter, Respekt, die Radtour Paris-Berlin zur Erinnerung an 50 Jahre Élysée-Vertrag, länderübergreifend, Austausch und "You". Denn jeder ist wichtig. Denn nur durch gegenseitige Hilfe können die acht, im Schnitt 100 Kilometer langen Tagesetappen bewältigt werden. teu

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