Traben-Trarbach: Ex-Touristik-Chef kein Fall für den Staatsanwalt

Traben-Trarbach: Ex-Touristik-Chef kein Fall für den Staatsanwalt

Die Staatsanwaltschaft Trier wird kein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Traben-Trarbacher Tourismus-Chef Matthias Holzmann einleiten. Dies hat die Behörde Holzmann nun schriftlich mitgeteilt.

"Ich bin sehr froh, die ganze Familie ist total erleichtert", sagt Matthias Holzmann als erste Reaktion auf das Schreiben der Staatsanwaltschaft Trier. Die teilte ihm mit, "von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Sie (Matthias Holzmann) wegen des von der Stadt Traben-Trarbach erhobenen Vorwurfs der Urkundenfälschung und des Betrugs - in Form des ‚Anstellungsbetruges' - wurde abgesehen". "Ich wusste ja, dass an den ganzen Vorwürfen nichts dran ist. Das aber nun schwarz auf weiß zu haben, ist ein gutes Gefühl", sagte er. Auch Jürgen Römer, CDU-Stadtratsmitglied und Fürsprecher des Ex-Tourismus-Chefs, ist zufrieden: "Ganz offensichtlich findet die Staatsanwaltschaft nicht einmal Verdachtsmomente, um Ermittlungen aufzunehmen. Das zeigt, dass die Befürworter von Matthias Holzmann Recht hatten." Holzmann hatte die Nachricht der Staatsanwaltschaft am Samstagabend zuerst über Facebook mitgeteilt. Eine Stellungnahme von Traben-Trarbachs Stadtbürgermeisterin Heide Pönninghaus war am Sonntag nicht zu bekommen. "Heute ist Sonntag und ich bin nicht bei Facebook. Ich werde das erst kommentieren, wenn ich es nachprüfen kann", sagte sie dem Trierischen Volksfreund. Der Streit über die Arbeit und Anstellung des Leiters der Tourist-Information Traben-Trarbach war über den Wein-Nachts-Markt ausgebrochen. Mit 100 Veranstaltungen, einer Schlittschuhlaufbahn und einer Unterwasser-Weinprobe hatte die Veranstaltungsreihe sechs Wochen lang für großes mediales Interesse und viele Besucher in Traben-Trarbach gesorgt. Andererseits berechnete die Verwaltung das Defizit der Veranstaltungsreihe mit etwa 185.000 Euro. Die Stadt hatte daraufhin dem Touristik-Chef gekündigt und dessen Arbeitsvertrag angefochten. Stadt und Holzmann treffen sich am 23. Mai nun vor dem Arbeitsgericht. hw