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Traben-Trarbach fordert mehr Polizeipräsenz

Traben-Trarbach fordert mehr Polizeipräsenz

Traben-Trarbacher Kommunalpolitiker sorgen sich um die Sicherheit in ihrer Stadt. Sie fordern eine verstärkte Polizeipräsenz. Die Wache müsse durchgehend, also auch nachts, besetzt sein.

Traben-Trarbach. Drei schwere Einbrüche in der Moseltherme machen Ulrich K. Weisgerber, Bürgermeister der VG Traben-Trarbach, nachdenklich. Im Januar, im März und zuletzt Mitte Oktober verschafften sich bislang unbekannte Täter gewaltsam Eintritt in das Schwimmbad und brachen den mehrere Hundert Kilogramm schweren Tresor auf (der TV berichtete).

Für Weisgerber steht fest: "Es handelt sich offenbar um Profis, die Vorgehensweise ist stets gleich." Nach dem zweiten Einbruch tauschte die Verbandsgemeinde die schwer beschädigte Innentür aus und ersetzte diese mit einer speziellen Verriegelung. Dennoch kam es sieben Monate später erneut zum Einbruch an gleicher Stelle. Die Beute war auch im dritten Fall gering, der Sachschaden dafür umso größer. Die Täter sind bislang nicht gefasst.

Am Montag sprach CDU-Sprecherin Jutta Schneider im Stadtrat das Thema an. Ihre Forderung: Die Polizeiwache Traben-Trarbach müsse auch nachts besetzt sein. SPD-Sprecher Hajo Weinmann pflichtete bei: "Eine solche Forderung können wir nur unterstützen."

Die Polizeiwache Traben-Trarbach ist ausschließlich von Montag bis Freitag und nur tagsüber von 8 bis 16.30 Uhr besetzt. Fünf Beamte machen dort Dienst, je nach Personalbestand sind ein oder zwei Streifenwagen im Einsatz. Wird die Polizei am Wochenende oder an Werktagen außerhalb der Geschäftszeiten gebraucht, müssen Beamte der Polizeiinspektion (PI) Zell ausrücken. Dies kann aber nach Auskunft von Weisgerber zu lange dauern.

Jörg Gattwinkel, der in der Brückenstraße wohnt, berichtet von einem Vorfall vor zwei Wochen. Ein Mann randalierte morgens um sechs Uhr vor dem Schlosscafé in der Brückenstraße und schlug eine Tür ein. Eine Frau, die in dem Haus wohnt, fühlte sich bedroht und rief, so Gattwinkel, die Polizei in Zell an. Diese konnte aber nicht sofort kommen. Gattwinkel, ein Mann mit stattlicher Statur, hielt den Mann in Schach und rief seinerseits erneut bei der Polizei Zell an. Diese kam kurze Zeit später und nahm den Randalierer in Gewahrsam.

Ein anderes Beispiel: Bei dem Ölunfall am frühen Morgen des 28. Oktober bei Traben-Trarbach verunglückten drei Fahrzeuge auf der spiegelglatten Fahrbahn, bis endlich ein Streifenwagen aus Zell vor Ort war.

Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus wird sich nun schriftlich an den Leiter der Polizeiwache Traben-Trarbach, Lothar Schneider, wenden. Auch einen Brief ans Innenministerium schließt sie nicht aus.