Traben-Trarbach wird zur Baustelle
Der Stadtrat Traben-Trarbach hat in seiner jüngsten Sitzung nicht nur über den Schulstandort debattiert, sondern auch Vorhaben auf den Weg gebracht wie einen Ringverkehr am Gymnasium oder die Neugestaltung des Platzes unterhalb der Wolfer Kirche.
Traben-Trarbach. Die Schulen der Stadt beschäftigen den Traben-Trarbacher Stadtrat nicht nur mit Blick auf künftige Schulformen (der TV berichtete). Ein Thema ist auch die Verkehrssituation am Gymnasium. Es gehe um die Sicherheit der vielen Schüler, begründet Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus geplante Änderungen. Laut Verbandsbürgermeister Ulrich Weisgerber soll "eine Art Ringverkehr" gewährleisten, dass Busse künftig in eine Richtung abfahren können. Nach dem einstimmigen Votum des Rates können die Arbeiten bald beginnen.
Ebenso einmütig unterstützt der Stadtrat die Neugestaltung des Platzes unterhalb der Wolfer Kirche. Die bituminös befestigte Fläche soll gepflastert werden und einen kleinen Pavillon erhalten. In die Planung miteinbezogen sind auch die einmündenden Straßen. Für das Projekt sind im Nachtragshaushalt der Stadt 132 000 Euro veranschlagt. Ein anderes Gesicht bekommen wird aber auch die Abzweigung in die Trarbacher Grabenstraße, die Richtung Kautenbach führt. Nachdem sich der Baubeginn für den geplanten Kreisverkehrsplatz wohl verzögert, drängen Stadt und VG darauf, dass nicht während der Tourismus-Saison gebaut wird. Die Arbeiten sollten vielmehr zeitnah nach den Ausschreibungen beginnen.
Im Zuge des Kreiselbaus wird zudem der Moselparkplatz Trarbach überplant und in einem auch die Ver- und Entsorgungssituation des Festplatzes. Unabhängig davon wird ein Zuschuss beantragt für zusätzliche Schiffsanlegemöglichkeiten für große Flusskreuzfahrtschiffe. Eine weitere Baustelle wird es an der Grevenburg geben. Ein Trierer Unternehmen wird den Weg vom Parkplatz zur Burggaststätte wieder sicherer machen, was auch ein Geländer beinhaltet.
Das Thema "Prüfstandort für Führerscheinprüfungen" konnte laut Pönnighaus am Rande der Konversionsgespräche mit Innenminister Karl Peter Bruch angesprochen werden. Bruch wolle sich bei Wirtschaftsminister Hendrik Hering für den Erhalt des Standortes verwenden, bilanziert Weisgerber. Für ihn ist der Rückzug aus der Fläche nicht hinnehmbar. Wenn das Land den Monopolisten Tüv aus seinem Versorgungsauftrag entlassen wolle, müsse im Gegenzug Konkurrenz geschaffen werden. Jutta Schneider (CDU) betont: "Wir sind nicht nur für den Erhalt des Prüfungsstandortes - wir erwarten, dass dieser bleibt." Laut Gerd Huesgen (SPD) müssten bei einer Schließung viele Fahrschüler mehr als die vom Ministerium als Obergrenze genannten 25 Kilometer zurücklegen. Darauf habe die Fraktion schriftlich in Mainz hingewiesen.
Konkrete Vorschläge für den Haushaltsplan 2009 werden in der nächsten Sitzung formuliert. Neben Projekten wie Ausbau Graacher Straße und Ortsausgang Richtung Mont Royal oder Parkplatz Moselufer sollen Mittel bereitgestellt werden für einen Holzhäcksler, die Spielplätze und die Stadtbücherei.