Auslese : Traditionell deutsch

Viele deutsche Städte, vor allem im Westen und Norden der Republik, veranstalten Weinmärkte. Sie bieten den Weinerzeugern und Händlern eine ideale Platform, um mit Verbrauchern ins Gespräch zu kommen und Kunden zu werben.

Dieser Tage erschien in der Tageszeitung „Neue Westfälische“ ein Artikel über den Bielefelder Weinmarkt. Der Beitrag dürfte den heimischen Winzern sehr gut gefallen. Dort heißt es unter anderem: „Kein Ätna-Wein, keine spanischen Weißweine, kein Pinot Grigio aus dem Friaul, kein Malbec aus Argentinien und schon gar keine der hochgejazzten Trendsetterweine aus Osteuropa. Italien, Bulgarien, Chile, Australien? Nix da. Der Weinfest-Wein ist nun einmal traditionell deutsch.“ Das Angebot klinge nicht nach Trend, kommentiert der Reporter. Aber der Erfolg gibt dem Veranstalter recht. Dieser wird zitiert mit den Worten: „Wir wollen hier die Winzer erleben, mit ihrem Dialekt, ihren Geschichten, ihren Weinen. Würde es internationaler, wäre es am Ende ein reiner Markt der Weinhändler.“ In diesem Jahr waren sechs der 13 deutschen Weinbaugebiete in Bielefeld vertreten. Nächstes Jahr sollen es sieben sein.

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