Tragischer Unfall und großer Brand an der Mosel

Tragischer Unfall und großer Brand an der Mosel

Erst prallte ein 44 Jahre alter Motorradfahrer auf einen vorausfahrenden Wagen, dann wurde er von einem anderen Auto überrollt und starb an der Unfallstelle. Glück hatte dagegen ein 20-Jähriger bei einem Hausbrand in Kinheim. Er wurde rechtzeitig von einer Mieterin geweckt. Der materielle Schaden ist allerdings hoch.

Mülheim/Kinheim/Bernkastel-Kues. Die Landesstraße 158 zwischen Mülheim und Veldenz ist wieder einem Verkehrsteilnehmer zum Verhängnis geworden. Ein Motorradfahrer kam dort am Samstagnachmittag ums Leben - und zwar auf besonders tragische Art.

Nach Angaben der Polizei spielte sich der Unfall so ab: Gegen 12.30 Uhr bremste ein Autofahrer in der Steigungsstrecke oberhalb Mülheim seinen Wagen ab, um nach rechts in einen Wirtschaftsweg einzubiegen. Dieser Weg war als Umleitungsstrecke zur ADAC Deutschland-Rallye ausgewiesen. Der nachfolgende Motorradfahrer erkannte dies zu spät, bremste stark ab und kam dabei zu Fall. Im Sturz kollidierte der Mann noch leicht mit dem Heck des Autos, bevor er auf die Gegenfahrbahn schlitterte.

Ein entgegenkommender Autofahrer versuchte noch, auf den Grünstreifen auszuweichen, überrollte den Motorradfahrer aber. Der 44 Jahre alte Mann aus dem Raum Bad Kreuznach starb noch an der Unfallstelle.
Die Staatsanwaltschaft Trier hat ein Gutachten zur genauen Klärung des Unfallherganges in Auftrag gegeben. Dabei soll vermutlich auch geklärt werden, wann sich der Motorradfahrer die tödlichen Verletzungen zuzog. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann bereits tot war, als er überrollt wurde. Im Einsatz waren Notarzt, DRK, Rettungshubschrauber, Straßenmeisterei, Beamte der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues sowie weitere zur ADAC-Rallye eingesetzte Polizeikräfte.

Alarm hatte es auch schon einige Stunden vorher, gegen 4.10 Uhr, gegeben. In der Brückenstraße in Kinheim-Kindel brannte ein Haus. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen Flammen aus dem Obergeschoss des mehrstöckigen Reihenhauses. Der 20 Jahre alte Wohnungsinhaber schlief zum Zeitpunkt des Brandausbruchs und wurde durch eine Untermieterin geweckt. Er wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Wittlicher Krankenhaus gebracht.Beträchtlicher Schaden


Nach Angaben der Feuerwehr-Einsatzleitung standen Wohnraum und Küchenzeile richtig in Flammen. Die anderen Zimmer wurden weniger in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden ist beträchtlich. Er dürfte, so die Polizei, zwischen 100 000 und 150 000 Euro liegen. Die Brandursache steht noch nicht fest.
Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Kriminalpolizei. Im Einsatz befanden sich die Feuerwehren aus Kinheim, Kröv, Traben-Trarbach, Lösnich, Erden und Bausendorf mit insgesamt 50 Leuten, zwei Rettungswagen des DRK und Beamte der Polizei Bernkastel-Kues.
Ebenfalls am frühen Samstagmorgen fuhr ein bisher Unbekannter in der Graacher Straße in Bernkastel-Kues eine große Laterne um. Diese Straße ist als Fußgängerzone ausgewiesen. Da die Laterne aus Gusseisen ist, brach sie ab und fiel auf das Pflaster. Dabei wurde sie vollkommen zerstört. Der Schaden ist nach Angaben der Polizei erheblich.
Der Unfallverursacher entfernte sich von der Unfallstelle. Aufgrund der vorgefundenen Spuren könnte ein weißer Kleintransporter als Verursacher in Frage kommen. Dessen Fahrer wird nun gesucht.
Hinweise erbittet die Polizei in Bernkastel-Kues, Telefon 06531 / 95270 oder per Mail an pibernkastel-kues@polizei.rlp.de

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