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Trailpark: Bis Ostern soll vierte Abfahrt für Mountain-Biker am Erbeskopf fertig sein. 

Freizeit : Die Hälfte ist fast geschafft

Bis Ostern soll die vierte Abfahrt für Mountain-Biker am Erbeskopf fertig sein. 

Wie weit ist die Trailpark GmbH am Erbeskopf mit ihrem Vorhaben, die höchste Erhebung von Rheinland-Pfalz als Destination für Mountain-Biker zu etablieren? Darüber haben sich die Mitglieder des Zweckverbands „Wintersport-, Natur- und Umweltbildungsstätte Erbeskopf“ in ihrer jüngsten Sitzung informiert. Martin Halm von der Betreibergesellschaft zieht ein positives Resümee seit der Eröffnung des Trailparks im Juni 2018. Von den geplanten acht Strecken sind bisher drei eröffnet. Eine vierte soll noch vor Ostern fertig gestellt werden. „Damit haben wir die Hälfte geschafft“, freut er sich.

Die neue Strecke wird vergleichbar mit den Klassifizierungen beim Skifahren als rote Strecke, also als mittelschwere Abfahrt eingestuft. Sie bietet einen Mix aus Holzeinbauten, naturbelassenen Stellen und Sprüngen. „Es ist die längste der vier Strecken“, sagt Halm. Bereits in Betrieb sind die Strecken mit den Nummern sechs bis acht. Dabei handelt es sich um eine leichte (blaue) Strecke, eine weitere mittelschwere (rote) Strecke sowie einen anspruchsvollen schwierigen (schwarzen) Trail, die vom Gipfel bis zur Querstraße am unteren Ende der Schneisen führen.

Eigentlich war geplant, die neue Abfahrt schon im Herbst 2019 freizugeben, doch das nasse Herbstwetter hat den Betreibern, die beim Bau der Strecke selbst viel Hand anlegen, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Anlage eines einzelnen Trails kostet die Betreiber zwischen 30 000 und 50 000 Euro, sagt Halm. Darin sei die Eigenleistung bereits eingerechnet.

Bis wann können alle acht geplanten Strecken fertig gestellt sein? Eine entsprechende Prognose sei vermessen, sagt Halm. „Wir schaffen je nach Witterung ein bis zwei pro Saison“, sagt er. Hinzu kommen Arbeiten zum Erhalt der bestehenden Pisten. „Wir wachsen solide“, sagt Halm.

Wie sind die ersten anderthalb Jahre gelaufen? Wenn das Wetter mitspielt, kommen bis zu 100 Mountain-Biker an den Erbeskopf, sagt Halm. An Schlechtwettertagen sind es auch mal nur 20. Genügend Besucher sind da, sagt Halm. „Wir sind überzeugt, dass es sich trägt“, sagt er.

Bis zu 70 Tage im Jahr darf die Trailpark GmbH ihre Pisten betreiben. Das Problem dabei: Die Erlaubnis ist derzeit auf Wochenenden beschränkt. Das Ausnutzen von Brückentagen und Feiertagen ist nur bedingt nach separater Genehmigung bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) möglich. 2019 hat der Betreiber aufgrund der nassen Witterung im Herbst die 70 Tage nicht ausnutzen können.

Dem Zweckverband legt Halm die Notwendigkeit ans Herz, dass der in die Jahre gekommene Lift, den die Biker nutzen, um zu den Ausgangspunkten ihrer Trails zu kommen, ausreichend gewartet wird und erhalten bleibt.

Die Mitglieder des Zweckverbands loben das Engagement der Trailpark Erbeskopf GmbH. „Es ist ein überregionaler Anziehungspunkt, den sie geschaffen haben“, sagt der Morbacher Bürgermeister Andreas Hackethal, der als stellvertretender Vorsteher derzeit den Zweckverband leitet. „Mit dem Trailpark sind wir einen Schritt weitergekommen in der Ganzjahresnutzung des Erbeskopfs“, sagt die Landtagsabgeordnete Bettina Brück.