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Trailpark Erbeskopf muss Betrieb wegen Corona- Auflagen einstellen

Corona : Trailpark Erbeskopf muss schließen

Am kommenden Wochenende dürfen die Betreiber des Trailparks Erbeskopf die Lifte nicht laufen lassen. Die Abfahrten für Mountainbiker bleiben geschlossen.

Laut Geschäftsführer Martin Halm liege dem ein Gutachten des Gesundheitsministeriums Mainz zu Grunde, nach dem nicht gewährleistet sei, dass Abstände ausreichend eingehalten würden.

Zum absoluten Unverständnis Halms. Denn Mitarbeiter des Ordnungsamts hätten vergangenes Wochenende, als der Trailpark erstmals für dieses Jahr in Betrieb war, nichts derartiges beanstandet. „Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten dürften sich auf dem Gelände aufhalten“, sagt er. Was natürlich keinen Sinn mache. Auch die Angebote, nur Biker mit negativen Tests auf die Strecke zu lassen, seien von der Ordnungsbehörde ausgeschlagen worden. Was zum Unverständnis beiträgt: Halm hat diese Woche mit Betreibern ähnlicher Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen und Hessen gesprochen, die Stand Mittwoch öffnen dürfen. „Wir kommen in wirtschaftliche Nöte“, sagt Halm. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand.“

Die Antwort der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, warum die Anlage geschlossen bleiben muss, fällt relativ knapp aus. Die Kreisordnungsbehörde habe eine entsprechende Anfrage zum zuständigen rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium geschickt, sagt Pressesprecher Manuel Follmann. Dort sei man der Rechtsauffassung der Kreisverwaltung nicht gefolgt. Der Betrieb des Trailparks sei, egal, ob Verstöße festgestellt wurden oder nicht, generell nicht zulässig.

Vergangenes Wochenende hatte der Trailpark Samstag und Sonntag geöffnet. Für beide Tage hatten sich jeweils rund 100 Mountainbiker angemeldet, was die Betreiber auch als Höchstgrenze vorgegeben hatten. In der Vorsaison waren bis zu 200 Biker täglich am Erbeskopf unterwegs.