Trainingslager für die berufliche Laufbahn

Trainingslager für die berufliche Laufbahn

Bei einem dreitägigen Workshop haben Mädchen und Jungen der Morbacher IGS und Realschule plus gelernt, was bei Bewerbungen um eine künftige Arbeitsstelle wichtig ist. Trainiert wurden auch Vorstellungsgespräche.

Morbach. Wie bewirbt man sich richtig um eine Arbeitsstelle? Damit haben sich am Wochenende Schüler der Morbacher integrierten Gesamtschule (IGS) und der Realschule plus intensiv auseinandergesetzt.
Von den 220 Schülern der achten und neunten Klasse haben sich 26 für ein dreitägiges Bewerbercamp mit dem Namen "Jam!" angemeldet. Dabei haben sie gelernt, wie sie eine Bewerbungsmappe korrekt zusammenstellen und worauf Arbeitgeber bei einer Bewerbung achten. Ein Fotograf hat professionelle Bewerbungsfotos von den Teilnehmern erstellt, Kooperationspartner der Morbacher IGS haben in Workshops mit den Schülern erarbeitet, wie sich diese bei Bewerbungsgesprächen verhalten sollen. "Wenn der künftige Chef euch fragt, was ihr in eurer Freizeit macht oder warum ihr einen bestimmten Beruf erlernen wollt, solltet ihr konkret darauf antworten", rät Luisa Breyer vom Trie-rer Verein Palais, einer der Kooperationspartner der IGS, den Jugendlichen. Zum Abschluss der Veranstaltung haben Vertreter Morbacher Firmen anhand der erarbeiteten Unterlagen Bewerbungsgepräche mit den Teilnehmern des Workshops geführt. "Durch den dreitägigen Workshop weiß ich für die Zukunft, wie man richtige Bewerbungen schreibt und wie ich mich beim Gespräch verhalte", sagt die 14 Jahre alte Angelika. "Ich hätte nicht gedacht, dass Teamfähigkeit so wichtig ist", resümiert die 15 Jahre alte Vanessa aus den gelernten Erfahrungen. Die 14-jährige Jana hat gelernt, dass Augenkontakt beim Bewerbungsgespräch wichtig ist. Die gleichaltrige Annalena weiß jetzt, welche Fragen sie beim Bewerbungsgespräch stellen kann. Organisiert haben den dreitägigen Lehrgang, der zum fünften Mal stattgefunden hat, Mario Herges, Jugendpfleger der Gemeinde Morbach, und Kerstin Kettern, Schulsozialarbeiterin der IGS. "Die Schüler haben nach dem Wochenende eine Ahnung, was bei Vorstellungsgesprächen auf sie zukommt", sagt Kettern. Das werde im normalen Unterricht zwar auch behandelt, geschehe beim Workshop, beispielsweise durch die Simulierung von Bewerbungsgesprächen mit Vertretern Morbacher Firmen, aber viel intensiver. Auffallend: bei den 26 angemeldeten Schülern sind die Mädchen mit 21 deutlich in der Überzahl. Warum, das können Kettern und Herges nicht sagen. cst