Traktoren auf dem Laufsteg

Rivenich . (anb) Die Traktoren-Oldtimerausstellung in Rivenich war ein voller Erfolg. Viele Besucher bestaunten die aufwändig restaurierten Landmaschinen.

Ein eher ungewohntes Bild: Vor der Rivenicher Kirche und um das Feuerwehrhaus reihten sich alte Traktoren in neuem Glanz auf. Einige der Fahrzeuge haben bereits ein beträchtliches Alter erreicht und fahren immer noch wie an ihrem ersten Tag auf Rädern. 26 Traktoren und drei motorisierte Zweiräder, jeweils mit Datenblättern versehen, wurden stolz den begeisterten Gästen präsentiert. Ein Highlight am Nachmittag, war die Schauübung der Jugendfeuerwehr. Innerhalb kürzester Zeit bauten sie die Wasserförderstrecke auf um einen "brennenden" PKW zu löschen. Die eingeklemmte Person wurde vorher erfolgreich befreit. Erstaunlich war die Schnelligkeit der Kleinen. Ohne Zweifel könnten sie mit ihren großen Vorbildern bei den Einsatzzeiten mithalten. Christian Werner, Jugendwart in Rivenich war nach der Übung sichtlich froh und stolz auf seine Truppe. Viele Besucher staunten nicht schlecht, als sie die alten auf Hochglanz gebrachten und mit viel Liebe zum Detail restaurierten Traktoren sahen. Zwischen den alten Maschinen wurde gefachsimpelt und genau begutachtet, denn einfach den Schlüssel rumdrehen wie heute beim Auto, das ging früher bei den alten Schleppern nicht. Zuerst hieß es Vorglühen und dann konnte man den Diesel durch die Zylinder jagen. Die alte Technik, die heute im Zeitalter von ABS, Airbag und ESP wie aus der Steinzeit erscheint, ist immer noch ein Augenfang. Interessante Schaltwege, Bandantrieb für Anbaugeräte oder die verschiedenen Formen der Motorhauben, die den Traktoren erst ihr richtiges Aussehen verschaffen, galt es zu entdecken. Sicherlich ist die robuste Technik das eine. Das andere ist mit Sicherheit die Hingabe und Leidenschaft der Liebhaber, die sich gerne die Hände mit altem Öl schmutzig machen, was sich im Erscheinungsbild der "Oldies" widerspiegelt. "Hauptsache ist, dass er noch läuft!", dies scheint die Erfolgsgrundlage zu sein um aus einer alten verrosteten und öltrie-fenden Dieselmaschine ein wertvolles und ansehnliches Hobby zu machen. Da dieses Hobby reichlichen Zulauf erfährt, wird nächstes Jahr wieder alles aufgeboten, was glänzt, tuckert, und natürlich ein gewisses Alter auf die vier Räder bringt. Denn alte Technik gehört mit zum Leben und zur Geschichte auf dem Land.