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Traumschleife erhält Wandersiegel

Traumschleife erhält Wandersiegel

Die Hinzerather Traumschleife "LandZeitTour" hat das Wandersiegel des Deutschen Wanderinstituts erhalten. Achim Laub, Leiter des Saar-Hunsrück-Steig-Projektbüros, geht davon aus, dass die Route in Zukunft stark nachgefragt wird.

Hinzerath. (iro/red) Knapp ein Jahr nach der offiziellen Einweihung der acht Kilometer langen Traumschleife "LandZeitTour" bei Hinzerath ist die Premiumroute zertifiziert worden. Sie erfüllt mit 55 Erlebnispunkten die Kriterien des Deutschen Wandersiegels, das vom Deutschen Wanderinstitut in Marburg vergeben wird. 40 Punkte müssen es mindestens sein. "Dass mehr als 70 Prozent des Weges auf natürlichem Untergrund verlaufen, wurde positiv bewertet", sagt Karl-Heinz Erz, Tourismus-Chef in der Gemeinde Morbach. Ein besonderer Glanzpunkt ist die von Wasser umgebene Burgruine Baldenau. Zusatzpunkte gab es für Borstgraswiesen und die ein Kilometer lange Arnikaschleife, die erst vor wenigen Wochen eingeweiht wurde. Kunstobjekte von Bruni Kluß und Rüdiger Luckow erzählen zudem die Geschichte der Region.

Bundesweit reicht die Spanne bei Premiumwanderwegen derzeit zwischen 40 und 92 Punkten. Die Traumschleife bei Hinzerath schneide "sehr gut" ab, sagt Achim Laub vom Touristikbüro Losheim, Leiter des Saar-Hunsrück-Steig-Projektbüros in Losheim. Allerdings schlagen sich Verkehrs- und Fluglärm negativ nieder.

Beim besten Wanderwegs Deutschlands habe man die Messlatte hochgelegt. Es werden lediglich Traumschleifen am Saar-Hunsrück-Steig angelegt, die 50 Punkte und mehr erreichen. Derzeit gibt es 51 Traumschleifen auf dem Weg von Orscholz bei Mettlach bis Idar-Oberstein. Bis Ende August sollen es 60 werden. Mit den Traumschleifen soll der Übernachtungstourismus gestärkt werden. Viele Wanderer bleiben laut Laub lieber an einem Ort und wandern von dort aus mehrere Rundrouten, als den Saar-Hunsrück-Steig komplett zu laufen. Mit unterschiedlichsten Wegen sollen auch unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden: vom sportlichen Wanderer bis zur Familie. Laub ist überzeugt, dass die mit acht Kilometern relativ kurze Route stark nachgefragt wird.