Trierer Klinik gründet medizinisches Versorgungszentrum für HNO in Wittlich

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Das Mutterhaus ist ab sofort mit einem medizinischen Versorgungszentrum für HNO-Heilkunde in der Burgstraße in Wittlich vertreten. Dort wird der Wittlicher Arzt Heinz-Jürgen Weitzel neben zwei weiteren Medizinern arbeiten.

Für das Trierer Mutterhaus ist Wittlich eine Premiere: Das medizinische Versorgungszentrum (MVZ, siehe Info) im Bereich Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde in der Kreis­stadt ist die erste Einrichtung der Klinik, die nicht innerhalb von Trier liegt. „Es ist unser erster Schritt außerhalb von Trier“, sagt Markus Koenen, Kaufmännischer Direktor des Klinikums. Zufällig hat die Klinik den Standort aber nicht ausgewählt. „Wir haben uns den Schritt gut überlegt und wollten nichts ins Blaue planen. Der Standort wurde auf seine Wirtschaftlichkeit hin untersucht, und auch das Einzugsgebiet wurde untersucht, aus dem die Patienten kommen“, sagt Koenen. Dazu wurden unter anderem die Herkunft der Patienten des Wittlicher HNO-Arztes Dr. Heinz-Jürgen Weitzel, der seine Praxis bisher in der Karrstraße hatte und von dem einer der beiden im MVZ angelegten Arztsitze stammt, untersucht. Mit dem Ergebnis, dass das geplante Versorgungszentrum in Wittlich sinnvoll ist. Der zweite Arztsitz, der in dem neuen  MVZ angelegt ist, war vakant. „Nicht jeder Standort ist geeignet, aber hier in Wittlich hat man das Gefühl, dass er es ist“, sagt Dr. Peter Kress, Chefarzt der HNO-Abteilung im Trierer Mutterhaus, der die Idee seit Frühjahr 2018 verfolgt.

Die beiden Arztsitze im MVZ werden sich auf drei Mediziner verteilen: Neben Weitzel, der noch bis zum 30. Juni im MVZ arbeiten wird (Weitzel: „Das ist mal angedacht, aber man weiß nie, was sich noch entwickelt.“), sind das Dr. Sabrina Thiemer und  Dr. Erik Wessolleck. Die medizinischen Fachangestellten aus der Praxis von Dr. Weitzel wurden übernommen, zudem werden  zwei weitere aus Trier hinzukommen. Schwerpunkte der Arbeit der Mediziner sind in Wittlich Schlafmedizin und Allergologie.

Man werde keine operative HNO-Heilkunde in Wittlich anbieten, sagt  Kress, für kleinere Eingriffe sei die Praxis aber eingerichtet. Apropos Einrichtung: Die Räume, die sich im Obergeschoss von Optik Müller in der Burgstraße befinden, hat die MVZ gGmbH als hundertprozentige Tochter des Klinikums selbst ausgebaut und eingerichtet. Für Peter Kress ist das vor allem für junge Ärzte ein Vorteil eines MVZ gegenüber einer eigenen Praxis, denn „für einen Arzt, der grade aus der Ausbildung kommt, ist das eine fast nicht zu stemmende Investition“. Um zwei Hörkabinen, von denen eine speziell für Kinder ist (Koenen: „Das ist der Standard, den wir auch im Klinikum haben.“) einzubauen, mussten sogar die Decken der Praxis verstärkt werden. Insgesamt hat die Trierer Klinik knapp eine halbe Million Euro in den Innenausbau investiert, der ausschließlich mit regionalen Firmen bewältigt wurde und drei Monate in Anspruch genommen hat. „Das war Rekordzeit“, sagt Markus Koenen.

Am Mittwoch wurde das MVZ feierlich eingeweiht, ab sofort können die Patienten die Versorgung dort in Anspruch nehmen.

MVZ Wittlich 15112019. Foto: TV/Petra Willems
MVZ Wittlich 15112019. Foto: TV/Petra Willems

„Ich glaube, dass das MVZ ein wichtiger Schritt für die medizinische Versorgung ist“, sagte auch Landrat Gregor Eibes bei der Einweihung.

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