Trockenen Fußes zur Burgruine Baldenau

Trockenen Fußes zur Burgruine Baldenau

Der Premiumwanderweg Land. Zeit.Tour war nach Regenfällen kaum begehbar. Zuviel Wasser sammelte sich in dem Biotop. Der Bauhof von Morbach (Landkreis Bernkastel-Wittlich) hat reagiert und den Weg repariert.

Hinzerath. Wer wandert, will in der Regel trockenen Fußes ans Ziel gelangen. Das war eine Zeit lang auf der LandZeitTour bei der Burg Baldenau nicht immer garantiert. Eines der besonderen Merkmale dieses Premiumwanderwegs wandelte sich nämlich bei lang anhaltenden Regenfällen in einen Nachteil um. Auf der Land.Zeit.Tour, die um die Burgruine Baldenau führt, können Wanderer - neben seltenen Arnikawiesen und der historischen Burgruine - auch ein seltenes Feuchtbiotop kennenlernen. Deshalb führen Holzstege und Findlinge über den Parcours. Weil sich das Gelände aber zunehmend verdichtet - auch durch die Zahl der Wanderer, steigt nach Regenfällen der Wasserspiegel, so dass der Wanderweg Anfang Mai kaum mehr zu passieren war. Die Gemeindeverwaltung hat inzwischen reagiert.

"Unser Bauhof hat acht Findlinge zum Wanderweg gebracht, damit der Weg nun auch nach starkem Regen gut zu wandern ist", sagt Franziska Fleckser, Leiterin der Tourist-Info in Morbach. Insgesamt habe das Projekt 858 Euro gekostet: 600 Euro für die Arbeit, 258 Euro für die Findlinge, die aus einem Steinbruch aus der Nähe bei Morscheid stammen. Karsten Schommer vom Bauhof der Gemeinde Morbach betreut die Wanderwege: "Wir kümmern uns um die vier Traumschleifen, aber auch um die kleineren Wanderwege. Da ist immer etwas zu tun." Vor kurzem habe er den Jakob-Maria-Mierscheid-Weg neu beschildert. "Manchmal müssen wir auch an der Burgruine Baldenau die Mauern ausbessern. Leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen Steine herausbrechen", sagt Schommer. Ansonsten würden sich aber die Beschädigungen in Grenzen halten "In den Anfangszeiten haben Leute oft die Wanderschilder abmontiert, um sie als Souvenir mitzunehmen. Aber das hat sich mittlerweile gegeben. Unsere Traumschleifen sind so gut ausgeschildert, dass man sich nicht verlaufen kann." Franziska Fleckser ergänzt: "Die Wege sind durchweg gut frequentiert." Das sei auch an der Zahl der mitgenommenen Flyer mit Infos und einer Karte ersichtlich, die an den Eingangstoren der Wanderwege in wasserdichten Boxen angebracht sind. Diese fassen 150 Flyer und müssten alle zwei Wochen neu gefüllt werden. Dass die vier Traumschleifen, die Ölmühlentour, LandZeitTour, Jakob-Maria-Mierscheid-Weg und die Hunolsteiner Klamm Tour so gepflegt sind, liege auch am System der Einheitsgemeinde. Bürgermeister Andreas Hackethal betont: "In Morbach kümmert sich der Bauhof um alle Wanderwege." So können Tiefbau, wie Erdbewegungen, Mäharbeiten, aber auch das Anbringen von Schildern zentral organisiert werden. hplExtra

Wandern mit der Familie macht viel Spaß. Dabei kann man sich unterhalten und viele Dinge in der Natur kennenlernen. Auf speziellen Wanderwegen, den Traumschleifen, braucht man auch keine Karte, um den Weg zu finden. Denn der Wanderweg ist mit Hinweisschildern ausgestattet, so dass man sich gar nicht verlaufen kann. Das ist das Besondere daran. Es gibt viele Traumschleifen. Vier von diesen Wegen sind in Morbach und Umgebung. Die LandZeitTour ist acht Kilometer lang. Deshalb kann sie auch von Familien gewandert werden. hpl

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