Trommeln für Afrika

Der Sudantag in der Eifel will auf die Not der Menschen im afrikanischen Land aufmerksam machen. Die "Initiative Sudan" der Abtei Himmerod sammelt jährlich 180 000 Euro Spenden zur Unterstützung von 15 Schulen.

Großlittgen. (ger) Terminlich eingebunden in die Festtage zum Jubiläum "50 Jahre Himmeroder Kirchweihe" war der dritte Sudantag in der Eifelabtei. "Der Sudan ist ein von Bürgerkriegen erschüttertes und von Armut ausgezehrtes Land", erläutert Pater Stephan Senge aus der Abtei Himmerod.

Er hat 1997 die Initiative Sudan gegründet und verbringt jedes Jahr einige Wochen dort, um sich über die notwendige Hilfe zu informieren. Mittlerweile unterhält die Initiative mehrere Projekte im südlichen Sudan.

180 000 Euro Spenden pro Jahr



Mit dem in Deutschland eingenommenen Spendengeld, das sind pro Jahr etwa 180 000 Euro, werden vor allem Schulen und Berufsausbildungszentren an 15 Standorten unterstützt, unter anderem in den Nubabergen und in Bahr el Ghazal.

Eine Initiative ermöglicht zwölf Jungen die Unterbringung im Berufsausbildungszentrum in El Obeid. Außerdem wird die Schule im Friedensdorf am Korun River mit Spendengeld bedacht.

Der diesjährige Sudantag wurde durch einen Gottesdienst mit dem sudanesischen Bischof Macram Gassis eröffnet. Es folgten Musik und Vorträge und ein Gesprächskreis zum Thema Hilfe für den Sudan. Auch mit Fröhlichkeit kann auf Probleme aufmerksam gemacht werden. Das zeigten die Trommelklänge aus Afrika sowie eine Pantomime-Show. Zu jeder der sieben Programmpunkte kamen jeweils 50 bis 100 Besucher, beim Eröfffnungsgottesdienst sogar mehrere Hundert.

Am Sonntagabend ging der Sudantag mit einer Lichternacht in die Fortsetzung der Veranstaltungen zum Jubiläum "50 Jahre Kirchweihe" über.

Das Kirchweih-Jubiläum hatte am Freitag mit Gottesdienst und Vesper begonnen. Am Sonntag waren in der Klosterkirche vor allem Chöre aus der Region zu hören, und es wurde das Jubiläumsbuch "875 Jahre Findung des Klosterortes Himmerod" vorgestellt.

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