Trotz Gästeschwund optimistisch

Es soll nach Jahren des Gästeschwundes 2015 wieder aufwärtsgehen mit der Ferienregion Hunsrück/Hochwald. Nach dem Auftritt bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin herrscht jedenfalls großer Optimismus.

Berlin/Hahn. Der Hunsrück ist die kleinste der zehn rheinland-pfälzischen Ferienregionen - und die einzige, die einen kontinuierlichen Schwund zu beklagen hat. So lag die Zahl der Gäste 2014 mit knapp 280 000 um 7,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, und die Zahl der Übernachtungen verringerte sich um 2,7 Prozent auf 780 000. Beides im krassen Gegensatz zur Fremdenverkehrsentwicklung in Rheinland-Pfalz, das im vergangenen Jahr Rekordwerte verbuchte.
Problem: Entwicklung am Hahn


Jörn Winkhaus (53), Geschäftsführer der Hunsrück-Touristik GmbH, führt den seit Jahren anhaltenden Abwärtstrend vor allem auf die Entwicklung am Flughafen Hahn zurück.
Für dieses Jahr erwartet Winkhaus "endlich die Trendwende". Dafür habe der Messeauftritt in Berlin bereits deutliche Anzeichen geliefert.
Die auf der ITB beworbenen neuen Angebote wie die Verlängerung des Premium-Fernwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig von Idar-Oberstein bis nach Boppard und der Nationalpark Hunsrück-Hochwald (Eröffnung an Pfingsten) seien "sehr gut angekommen, vor allem bei Reiseveranstaltern und Journalisten".
Das stimme ihn "sehr zuversichtlich, dass der Hunsrück sich damit unter den Wanderdestinationen noch stärker positionieren kann". Die Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steiges wird am Samstag, 11. April, in Morshausen (Verbandsgemeinde Emmelshausen/ Rhein-Hunsrück-Kreis) eröffnet. Auf 190 zusätzlichen Kilometern und zwölf attraktiven Etappen verläuft der Fernwanderweg, der sich momentan auf 218 Kilometern von Perl (Obermosel) über Trier und Hermeskeil bis Idar-Oberstein erstreckt, dann weiter bis an den Rhein.
Die angeschlossenen Traumschleifen (Rundwanderwege) Mittelalterpfad, Hahnenbachtaltour, Layensteig Strimmiger Berg, Baybachklamm, Ehrbachklamm und Mittelrhein-Klettersteig zählen zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands.
Bemerkenswert: Trotz der gesunkenen Gäste- und Übernachtungszahlen sieht Winkhaus "keinen Grund, in Sorge zu verfallen". Die Beherbergungs- und Gastro-Betriebe der Region haben erklärt, sie seien mit der Saison 2014 durchaus zufrieden. Die Auftritte bei der ITB in Berlin und an diesem Wochenende auf der Radmesse in Bad Godesberg schließen für die am Flughafen Hahn ansässigen Hunsrück-Touristiker eine laut Winkhaus "erfolgreiche Messesaison" ab. Die touristische Regionalagentur hat acht Messen besucht, die meisten davon dort, wo die größte ausländische Stammkundschaft des Hunsrücks wohnt: in den Niederlanden und in Belgien.