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Trotz Pandemie: Morbacher Kulturzentrum plant Kooperationen

Morbach : Trotz Pandemie:  Morbacher Kulturzentrum startet durch

Seit einem halben Jahr arbeitet das Team im Archäologiepark bei Wederath hinter den Kulissen. In wenigen Tagen ist das erste Ergebnis zu sehen.

Es war kein leichter Start, als Kerstin Thommes im November vergangenen Jahres als Leiterin des Kulturzentrums Archäologiepark Belginum  begann. Schließlich waren und sind Kulturveranstaltungen  in Corona-Zeiten Mangelware. Doch Thommes selbst kann der Situation auch etwas Positives abgewinnen. Immerhin gebe es im Kulturzentrum  inzwischen  plus Counter-Kräften und Hausmeister ein fünfköpfiges Team, das komplett  neu zusammenfinden musste. „Wir konnten und können die Zeit für konzeptionelle Arbeit gut nutzen“, sagt Thommes.

Facebook-Auftritt Und jetzt, genauer gesagt, am 1. Juni, sind die ersten Ergebnisse dieser Arbeit sichtbar. Denn an dem  Tag startet der Facebook-Auftritt der Gemeinde Morbach. Genauer gesagt geht es um zwei Seiten: das „Kulturzentrum Belginum“ und die  „Urlaubsregion Morbach“. Die Werbung in Sozialen Medien war ein wichtiger Aspekt bei der neuen Formation des Kulturzentrums. Denn dort sollte die Kulturarbeit und die Öffentlichkeitarbeit in Sachen Tourismus  gebündelt werden.

Museen Aber über was berichtet man, wenn doch nach wie vor so gut wie keine Kulturveranstaltungen stattfinden? Thommes:  „Wir werden  derzeit die Kulturarbeit in unseren Museen  in den Fokus stellen.“ Denn alle drei Museen – der Archäologiepark, das Hunsrücker Holzmuseum und das Telefonmuseum  haben bereits – mit Hygienekonzepten  – wieder geöffnet.  Die Sonderausstellung im Archäologiepark „Die Dame von Schengen“ wurde  inzwischen bis 5. September verlängert. Diese Schau war durch Corona doppelt gehandicapt. Zum einen konnte die Ausstellung, die üblicherweise im  Biodiversum in Schengen-Remerschen in Luxemburg zu sehen ist, im vergangenen Jahr zunächst nicht über die Grenze nach Deutschland gebracht werden, später musste das archäologische Museum ebenso wie  andere Einrichtungen wegen der hohen Inzidenzen schließen.  Lediglich vier Monate lang sei die  Ausstellung über eine rätselhafte Keltin in Morbach zu sehen gewesen.

Übrigens wird in Schengen-Remerschen derzeit  die Ausstellung „Was aßen Kelten und Römer?“ gezeigt, die ihren Ursprung im Hunsrück hat. Sie entstand    unter der Federführung von Nadja Hasslinger, die inzwischen  als archäologische Mitarbeiterin in Belginum dabei ist. Auch für die Zeit nach der Ausstellung  in Luxemburg gebe es bereits Interessenten. Beide Projekte seien deutliche Beispiele für die gute Vernetzung des Archäologieparks  unter der Leitung  von Thommes’ Vorgängerin Dr. Rosemarie Cordie. Daran wolle man anknüpfen, versichert die Marketing- und Kommunikationswirtin, die zuvor in einer Elternzeitvertretung die Morbacher Tourist-Information geleitet  hatte.  Nicht ganz so krass wie „Die Dame von Schengen“. traf es die Sonderausstellung „Räubertabak – Starker Tobak aus unserer Heimat“ im Hunsrücker Holzmuseum. Doch auch diese soll wegen des Lockdowns länger zu sehen sein.

Kooperationen Natürlich habe man jenseits dessen auch eine Palette von Veranstaltungen im Hinterkopf, über die sie noch nicht sprechen will. Vor allem seien es Kooperationen mit verschiedenen Partnern. Eine der ersten Kooperationen sei die mit den Heimat Europa Filmfestspielen in Simmern, die  im vergangenen Jahr als Autokino stattfand. In diesem Jahr soll Morbach aktiv einbezogen werden. Worum es genau geht, das wollen  Bürgermeister Andreas Hackethal  und Thommes demnächst erzählen. Für Kooperationen sei Netzwerkarbeit sehr wichtig. Dass man nicht an den Gemeindegrenzen Halt machen wolle, könne man am Beispiel Simmern sehen. Und am Kooperationsvertrag zum Kulturzentrum, den die Gemeinde mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe für das Rheinische Landesmuseum Trier und der Unversität Trier abgeschlossen hat, erinnert  Hackethal.

Tourismus Für den Tourismus ist  inzwischen wieder Franziska Fleckser zuständig, seit sie aus ihrer Elternzeit zurück ist.

Doch auch Thommes hat weiter mit dem Thema zu tun. Denn sie betreut auch die Facebook-Seite „Urlaubsregion Morbach“. Der Start  für den Facebook-Auftritt könne aus ihrer Sicht gar nicht besser sein, denn auch der Tourismus laufe im Hunsrück wieder an.