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Trotz Wirtschaftskrise: Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Trotz Wirtschaftskrise: Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Auch im Krisenjahr 2009 beschert das Frühjahr dem regionalen Arbeitsmarkt eine Erholungsphase. Im Juni ging die Arbeitslosigkeit in der Nahe-Hunsrück-Region im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozentpunkte zurück.

Birkenfeld. (red) Den stärksten Rückgang verzeichneten die Geschäftsstellen Idar-Oberstein und Simmern, in Bad Kreuznach und Birkenfeld fiel der Rückgang eher durchschnittlich aus. Nicht übersehen werden darf nach Ansicht der Agentur für Arbeit in Bad Kreuznach aber, dass nach wie vor in vielen Betrieben Entlassungen durch Kurzarbeit vermieden werden.

"Nach einer dezenten Frühjahrsbelebung im Mai verzeichnen wir in unserer Region auch im Juni eine Besserung der Arbeitsmarktlage. Der positive Saisonausschlag ist sogar ähnlich stark ausgeprägt wie im zurückliegenden Jahr. Aus dieser Entwicklung darf aber sicher keine Trendwende am regionalen Arbeitsmarkt abgeleitet werden", warnt Agentur-Chef Jürgen Haßdenteufel. Die Tatsache, dass im Juni sowohl die Zahl derjenigen gestiegen ist, die sich aufgrund eines Job-Verlusts arbeitslos melden mussten, als auch derjenigen, die einen neuen Arbeitsplatz finden konnten, zeige aber, wie groß die Dynamik am Arbeitsmarkt auch in der Wirtschaftskrise immer noch ist. Mit Blick auf die künftige Entwicklung meint der Agenturleiter: "Derzeit bewahrt die von zahlreichen Betrieben in Anspruch genommene Kurzarbeit viele Arbeitnehmer vor der Arbeitslosigkeit." Verschärfend hinzu komme, dass im kommenden Monat viele junge Menschen nach abgeschlossener Ausbildung zur Übernahme ins Berufsleben anstehen.

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit konnten sowohl die von der Arbeitsagentur als auch die von den Arge-Jobcentern in Bad Kreuznach, Birkenfeld und Simmern betreuten Arbeitsuchenden profitieren. Die Arbeitsagentur verzeichnete einen Rückgang von 277 Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitsgemeinschaften hatten 113 Menschen weniger in Betreuung als im Mai. Damit werden jetzt 4188 Männer und Frauen von der Arbeitsagentur, 6983 von den Argen betreut. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief auf den regionalen Arbeitsmärkten an der Nahe und im Hunsrück durchaus indifferent. Die Arbeitslosigkeit ging bis auf Kirn zwar in allen Regionen zurück, aber in unterschiedlicher Ausprägung.