Tschernobyl-Hilfe macht weiter

NEUNKIRCHEN/NEUMAGEN-DHRON. (urs) Das Westernfest fällt zwar aus, doch sonst hat sich für rund 45 Kinder, die zurzeit auf Einladung der "Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf" Ferien in der Region machen, nichts geändert.

Nach dem Aus des Westernfestes der "Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf" drängt sich die Frage auf, wie die Zukunft des Vereins aussieht. Schließlich haben die Helfer rund um ihren Vorsitzenden Manfred Bungert mit dem Neunkirchener Fest einen Teil zum finanziellen Polster beigesteuert. Droht dem Verein etwa ein ähnliches Schicksal wie der "Tschernobyl Kinderhilfe Reinsfeld", die sich vor allem wegen politischer Erschwernisse auflösen wird? Laut Bungert steht das aber nicht zur Debatte - zumindest noch nicht. "Über dieses Thema haben wir schon des öfteren diskutiert", gesteht er. Denn es werde immer schwieriger, Geld aufzubringen. Aber nächstes Jahr bekomme der Verein die Ferienfreizeit auf jeden Fall noch einmal hin, ist er zuversichtlich. Scheitern könne das höchstens an zu wenig Gasteltern. "Wir brauchen Gastfamilien und Geld - aber solange wir weiter machen können, machen wir weiter." Abgesehen vom fehlenden Westernfest hat sich zumindest in diesem Jahr nichts geändert für die rund 45 Kinder, die bis 10. August in der Region bleiben. Die jährliche Moselschiffstour - dieses Mal von Neumagen-Dhron nach Zeltingen-Rachtig - ist ebenso im Programm wie gemeinsame Grillnachmittage. Auch die Schwimmbad-Freikarten haben die Kommunen wieder zur Verfügung gestellt. Da sei die Resonanz nach wie vor gut, sagt Bungert. Wer den Verein unterstützen will, kann dies als Mitglied (zwölf Euro pro Jahr) oder per Spende an: Sparkasse Mittelmosel, Bankleitzahl 587 512 30, Konto 40018020. Kontakt: www.tschernobyl-hilfe.de.

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