Türöffner mit Familiensinn

HEINZERATH. Friedhelm Schlarp, Bauunternehmer in Heinzerath, will am Sonntag Ortsvorsteher in Heinzerath werden. Er tritt erstmals an, sitzt aber seit neun Jahren im Ortsbeirat.

"Einmal ist immer das erste Mal", erklärt der 53-jährige Friedhelm Schlarp auf die Frage, warum er sich als Ortsvorsteher-Kandidat in Heinzerath aufstellen ließ. Bei ihm in der Familie stimme alles, ebenso in der Firma, jetzt wolle er dafür sorgen, dass auch im Dorf "alles stimmt". Alt und Jung sollen sich künftig besser verstehen. Das ist das Hauptziel des Heinzerather Bauunternehmers, das er sich vorgenommen hat, wenn die Wähler sich am kommenden Sonntag mehrheitlich für ihn entscheiden. In jungen Jahren ist der gebürtige Hoxeler nach Heinzerath gezogen und hat sich vor 20 Jahren selbständig gemacht. In der Zwischenzeit beschäftigt er insgesamt acht Angestellte und zwei Lehrlinge. Die Firma läuft: "Arbeit habe ich genug." Die Kinder stehen weitgehend auf eigenen Füßen. Jetzt habe er Zeit, sich dem Dort zu widmen. In der Heinzerather Kommunalpolitik ist er kein Neuling. Seit neun Jahren sitzt er im Ortsbeirat, ist Mitglied der CDU. "Aber ich trete nicht für die CDU an", macht er deutlich. Er wolle Ortsvorsteher für alle Heinzerather werden. Im Dorf ist der Maurermeister engagiert, ist inaktives Mitglied im Sport- und im Musikverein. Sein liebstes Hobby ist Schwimmen - er hat eine Jahreskarte im Morbacher Freibad - und die Familie. Denn die drei Kinder und Schwiegerkinder haben selbst schon Nachwuchs. Und wenn die vier Enkel zu Besuch sind, dann ist ganz schön was los im Hause Schlarp.Gemeinsinn soll im Mittelpunkt stehen

Ein ausgearbeitetes Wahlprogramm hat Schlarp nicht. "Natürlich, wenn eine Straße kaputt ist, dann muss sie gemacht werden", versichert er. Aber wichtiger ist es ihm, den Gemeinsinn insgesamt zu stärken. Vor allem älteren Bürgern will er Wanderungen oder Ausflüge ins Morbacher Freibad anbieten. Er beabsichtigt, Rentner zu motivieren, sich mehr einzubringen ins Gemeinwesen. Beispielsweise könnten sie bei der Spielplatzgestaltung mit Hand anlegen. Das Gemeindehaus vor Ort werde zu wenig genutzt. "Wenn keiner die Türen öffnet, dann geht auch keiner ‘rein", macht Schlarp deutlich, wo seiner Meinung nach die Gründe liegen. Er würde gern ein paar Türen öffnen. Auch im Ort solle sich einiges ändern. Doch er möchte konkrete Aktionen mit den Bürgern besprechen, möchte auch warten, was an ihn herangetragen wird, "schließlich will ich ja niemanden überfallen".