TV-Serie Landmarken: Die Wasserburg Bruch liegt am Rande des Meulenwalds

TV-Serie Landmarken: Die Wasserburg Bruch liegt am Rande des Meulenwalds

Die Wasserburg Bruch, die Familie Förschner 1995 gekauft und renoviert hat, stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Besitzer bewohnen das Herrenhaus, das sich innerhalb der bis zu 1,60 Meter dicken Sandsteinmauer mit zwei Rundtürmen befindet.

Bruch. Geschützt und auf einem Felsen wurde Burg Bruch erbaut. Die annähernd rechteckige Anlage ist etwa 100 Meter lang und 50 Meter breit. Ursprünglich war sie von einem Wall und einem Graben umgeben. Sie sollte die Grenze zwischen Kurtrier und Luxemburg schützen. Umgeben ist die Burg von rund 10 000 Quadratmetern Land, das verpachtet ist.
Besonders markant sind die beiden 30 Meter hohen Rundtürme, die sich in die bewaldete Landschaft einfügen. In der 44 Meter langen und acht Meter breiten Zehntscheune, die aus dem Jahr 1650 stammt, sind heute drei Wohnungen untergebracht. Dort können sich Feriengäste einmieten. In der ehemaligen Kapelle der Burg kann man heiraten. Dieses Angebot nutzen jedes Jahr 25 bis 30 Paare. Angemeldete Führungen sind ebenfalls möglich. Viermal hat die Burgherrin, die gemeinsam mit ihrem Mann das Anwesen 1995 gekauft hat, bereits auch schon beim Tag des offenen Denkmals mitgemacht. Wenn sich ein passendes Motto findet, ist sie bereit, erneut dabei zu sein.
Eigentlich hatte Familie Förschner ein Wochenendhaus in der Eifel gesucht, das für die ehemaligen Bundeswehrärzte eine Aufgabe für ihren Ruhestand sein sollte. Dann stießen sie auf die Burg. Zunächst waren sie abgeschreckt vom Zustand der Immobilie. "Es sah hier wirklich gruselig aus", berichtet Förschner "und für ein Feriendomizil war es uns zum damaligen Zeitpunkt zu teuer". Als dann der Preis nach einiger Zeit deutlich gesunken war, hat sich das Ehepaar entschlossen zuzuschlagen.
Fünf Jahre haben sie renoviert, jetzt wohnen sie dauerhaft hier und haben bis heute ihre Entscheidung nicht bereut. "Man hätte zu jedem Zeitpunkt mit der Renovierung aufhören können. Viele Lösungen haben sich von selbst ergeben." Froh waren sie, dass der Vorbesitzer, ein Düsseldorfer Bauingenieur und Statiker, enormes im Bereich der Statik und Sicherung der Mauern bereits geleistet hatte. Zeitweise haben die Förschners auch Tiere gehalten, Schafe, Rinder und Hühner. Doch bis auf die Hühner haben sie alles wieder abgeschafft. "Das sollen besser Menschen machen, die was davon verstehen", sagt sie.
Kontakt: Telefon 06578/1620, E-Mail: info@burg-bruch.de
Extra

Unter Landmarken versteht man außergewöhnliche Formationen im Gelände, die zum Beispiel Wanderern zur Orientierung dienen. In der Serie "Landmarken der Region" werden solche Objekte im Landkreis Bernkastel-Wittlich vorgestellt. Dabei kann es sich um natürliche, aber auch vom Menschen geschaffene Wahrzeichen handeln, deren Geschichte und Eigenschaften erläutert werden. red

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