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TV Serie: Peter Müller erklärt, was die Junge Union im Innersten zusammenhält

TV Serie: Peter Müller erklärt, was die Junge Union im Innersten zusammenhält

Werte? Anerkennung? Freundschaft? Was macht die CDU attraktiv für einen 24-Jährigen? Peter Müller versucht, dies zu erklären. Er engagiert sich als Vorsitzender der Jungen Union im Kreis Bernkastel-Wittlich.

Bernkastel-Wittlich. Das "C" im Namen seiner Partei ist für Peter Müller Programm. "Ich bin gläubiger Katholik", sagt der 24-jährige Vorsitzende der Jungen Union im Kreis Bernkastel-Wittlich. Katholische Soziallehre und soziale Marktwirtschaft seien die Leitlinien, die er in seiner Partei gefunden habe. In einer großen Partei wie der CDU treffen viele Persönlichkeiten, Interessen und Meinungen aufeinander: "Es gibt immer verschiedene Strömungen, aber im Grunde gibt es einen gemeinsamen Kanon, der sich aus der christlichen Wertevorstellung ableitet."Verantwortung übernehmen


An der Partei-Jugend schätzt der Masterstudent der Ostasien-Wissenschaft den Gedankenaustausch mit den anderen Mitgliedern und auch die Geselligkeit nach den offiziellen Treffen. Außerhalb der JU wissen seine Freunde bereits um die Haltung des Nachwuchspolitikers: "Die kennen meine Standpunkte alle schon. Dann heißt es oft: 'Fang nicht wieder damit an!' oder sie vermeiden die Diskussion von Anfang an." Durch seine studienbedingten Auslandsaufenthalte habe er festgestellt, dass es unter internationalen Studierenden eine ganz andere Art gebe, über Politik zu diskutieren. Müller: "In Deutschland ist das alles etwas lasch geworden. Ich würde mir etwas mehr Aufbruchstimmung statt Lethargie wünschen."

In ihrer Arbeit konzentriere die CDU-Jugend sich allerdings auf die Region. "Gerade im ländlichen Raum muss man sich überlegen, was hier ein Anreiz zum Bleiben sein kann", meint der Bernkastel-Kueser: "Für Jugendliche gibt es hier einfach nicht viel, das kann schon langweilig sein."
Müller ärgert sich darüber, dass viele junge Menschen den persönlichen Aufwand scheuen, sich politisch zu engagieren. "Politik ist mehr, als nur mal eben eine Petition zu unterschreiben. Politik ist, auch mal da sein, mal 'nen Antrag schreiben." Viele zögerten, Verantwortung zu übernehmen und sich parteipolitisch zu binden. "Dabei könnten junge Leute durchaus selbst die Initiative ergreifen und auf uns zukommen. Im Wahlkampf passiert das manchmal."Sich nicht ausruhen


Die Parteien seien auf jungen Personal-Nachschub angewiesen. Wer langfristig Verantwortung übernehmen wolle, könne auch für Ämter kandidieren. "So gesehen dient die Junge Union auch ein bisschen als Kaderschmiede - na, vielleicht ist der Begriff doch ein bisschen hoch gegriffen", sagt Müller lachend. Seine Vision von Deutschland? "Ich bin keiner, der sich über 'das System' aufregt. Da bin ich nicht auf Konfrontationskurs." Vieles sei sehr gut in Deutschland, meint er, aber darauf dürfe man sich nicht ausruhen: "Man muss immer am Ball bleiben, damit das so bleibt!" hebe