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Typisierung in Bernkastel-Kues: Viele wollen helfen

Typisierung in Bernkastel-Kues: Viele wollen helfen

Die Organisation der Typisierungsaktion für den an Leukämie erkrankten Andi aus Brauneberg (der TV berichtete) geht auf die Zielgerade. Viele Unternehmen und Geschäftsleute haben die Plakate und Flyer an ihre Kunden verteilt und gleichzeitig im Hintergrund Gutscheine oder Sachpreise für die Tombola gespendet.

Für alle Menschen, die sich an diesem Sonntag, 11. Juni, typisieren lassen wollen, ist Folgendes wichtig: In der Realschule plus findet an diesem Tag eine weitere Veranstaltung statt. Wer zur Typisierung möchte, sollte den Eingang im Schulgebäude 2, unterhalb des Busparkplatzes, ehemalige Hauptschule, Eingang Mensa nehmen. Der Zugang wird ausgeschildert. Auch bei der Stefan-Morsch-Stiftung gehen viele Anfragen ein. Andrea Djifroudi, Sprecherin der Stiftung: "Das Engagement ist überwältigend. Die ganze Gesellschaft einer Kindstaufe wird sich als Stammzellspender registrieren lassen."

Wer nicht persönlich am Sonntag erscheinen kann, kann zu einem der folgenden Typisierungstermine der Stiftung kommen oder sich über deren Internetseite registrieren lassen. Am Montag, 26. Juni, will die Stiftung gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein darauf aufmerksam machen, wie durch Blutspenden und Stammzellspenden das Leben von Krebspatienten gerettet werden kann. Von 17 bis 20 Uhr heißt es deswegen in der Realschule plus in Bernkastel-Kues erneut "Lebensretter gesucht!"

Der überwiegende Teil der Empfänger von Bluttransfusionen sind heute Patienten mit bösartigen Erkrankungen - wie Andi aus Brauneberg, für den am Sonntag zur Typisierung aufgerufen wird. Andrea Djifroudi weist zudem darauf hin, dass sich jeder, der am Sonntag zur Typisierung kommt, vorab über die Ausschlusskriterien für eine Stammzellspende informieren sollte. Ein Beispiel: Während einer Schwangerschaft können Antikörper gebildet werden, die den Transplantationserfolg gefährden können. Das Transplantationszentrum fordert deshalb, falls ein anderer Spender zur Verfügung steht, meist Spenderinnen, die mehrere Schwangerschaften hatten, nicht an. Die Stefan-Morsch-Stiftung hat daher die Kriterien zur Registrierung als Stammzellspender entsprechend angepasst: Frauen, die mehr als zwei Schwangerschaften (auch Fehlgeburten zählen dazu) hatten, können nicht mehr kostenfrei in die Datei aufgenommen werden.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.stefan-morsch-stiftung.de