Typisierungsaktion: Stammzellen für junge Sportlerin - Wittlicher Handballer suchen Lebensretter

Typisierungsaktion: Stammzellen für junge Sportlerin - Wittlicher Handballer suchen Lebensretter

Um einen Stammzellenspender für eine junge Mitspielerin zu finden, die an Leukämie erkrankt ist, organisiert die HSG Wittlich am heutigen Mittwoch eine Typisierung. Von 16 bis 20 Uhr kann sich jeder, der Leben retten will, typisieren lassen.

Es geht um Leben und Tod, es geht um den Kampf gegen Leukämie (Blutkrebs) - und dafür steht ein ganzer Verein zusammen: Am heutigen Mittwoch, 23. August, von 16 bis 20 Uhr veranstaltet die Handballspielgemeinschaft (HSG) Wittlich eine Typisierungsaktion im Eventum. Gesucht wird ein Stammzellenspender oder eine Stammzellenspenderin für eine junge HSG-Handballerin, die an Leukämie erkrankt ist.

Und der ganze Verein hilft mit, getreu dem Motto "Mit Teamgeist gegen Leukämie". Am vergangenen Wochenende rührte die HSG bei ihrem Wittlicher Handball Cup die Werbetrommel für die Veranstaltung, viele Besucher des Turniers haben sich an einem Stand über die Typisierungsaktion informiert. HSG-Vorstandsmitglied Susanne Posnien und weitere Helfer aus dem Verein organisieren die Aktion für ihre junge Mitspielerin, deren Name anonym bleibt. Die Typisierung selbst wird von der Stefan-Morsch-Stiftung aus Birkenfeld durchgeführt, die weltweit mit allen Stammzellendateien vernetzt ist (siehe Extra).

Wer unter 40 Jahren alt und gesund ist, kann sich typisieren lassen - um als passender Stammzellenspender ein Leben retten." "Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen geholfen werden kann", sagt Posnien.

Denn: Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die einzige Möglichkeit für die Betroffenen. Die HSG sammelt bei der Typisierung auch Spenden, um die Arbeit der Stefan-Morsch-Stiftung zu unterstützen, vor allem natürlich die Typisierungen, die jeweils rund 40 Euro kosten. Weil es um eine Handballerin geht, wird am 23. August auch Handball gespielt.

Die erste HSG-Frauenmannschaft aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar trifft im Anschluss an die Typisierung auf den Bundesligisten Bayer Leverkusen, der vergangenes Wochenende noch beim Wittlicher Handball Cup mitspielte. Die Bayer-Handballerinnen, genannt die "Werkselfen", engagieren sich schon seit vielen Jahren für die Deutsche Krebshilfe.

Deswegen sagte Trainerin Renate Wolf auch gleich zu, als es darum ging, die Aktion der HSG zu unterstützen. "Wir helfen gerne", sagte Wolf.
Der Eintritt zum Testspiel im Eventum ist frei, aber jeder Besucher wird um eine Spende an die Stefan-Morsch-Stiftung für den Kampf gegen Leukämie gebeten. Ab 16 Uhr verkauft die HSG zudem Kaffee und Kuchen, auch diese Einnahmen werden gespendet. Egal, ob für die Wittlicher Handballerin oder einen anderen Blutkrebspatienten - die Typisierung und der Eintrag in die Stammzellendatei rettet Leben. Denn alleine in Deutschland erkranken jährlich 11.000 Menschen an Blutkrebs. Ist die Krankheit aufgetreten, werden die genetischen Daten mit den Stammzellendateien abgeglichen. Und vielleicht lässt sich ja am 23. August ein künftiger Lebensretter in Wittlich typisieren.