Über alle Generationen

PLATTEN. Seit 50 Jahren ist die Winzerkapelle Platten ein starkes Stück Gemeindegeschichte. Der Verein feiert sein Jubiläum mit einem Festakt (12. Februar), dem Jugendmusiktag (19. März), dem Jubiläumskonzert (8. April) und einem großen Musikfest in Verbindung mit dem Kreismusikfest (1. bis 5. Juni). Franz Watz hat eigens für das Jubiläum den Marsch "Jubiläumsparade" komponiert.

Am 12. Februar 1956 war es nach den Kriegswirren und Aufräumarbeiten auch in Platten so weit: Die Musikinteressierten gründeten einen Verein. Heute noch beeindruckend ist das Interesse von damals: 32 Aktive und über 100 inaktive Mitglieder traten dem Verein bei. Unter der Vereinsleitung von Johann Rech und Wilhelm Kranz als Dirigenten wurde bereits zwei Jahre später die Tradition des Vereins begründet, große Feste angemessen zu feiern. Der Musikverein Platten zelebrierte sein Gründungsfest. Herbert Schaaf (ab 1964), Hans Neumann (ab 1973) und Werner Hower (ab 1987) folgten Johann Rech im Amt des Vorsitzenden. Der Dirigentenstab wanderte von Wilhelm Kranz über Werner Kuntz, Klaus Hotz, Arnold Junk, Josef Maldener, Dieter Fröhlich und Otto Zunker zu Jürgen Lejeune, der seit Oktober 2001 der musikalische Leiter ist. Von der Eintragung des Vereins in das Vereinsregister im Jahre 1976 trat der Verein fortan als "Winzerkapelle Platten e.V." auf, um den Weinort entsprechend in der Öffentlichkeit zu repräsentieren. Die Winzerkapelle hat mittlerweile rund 20 Auftritte im Jahr. Neben zahlreichen Kurkonzerten und Auftritten bei Musik- und Weinfesten waren Reisen nach Düsseldorf, Leverkusen und Wardenburg, nach Belgien und Österreich sowie die Auftritte bei den Rheinland-Pfalz-Tagen in Ludwigshafen, Pirmasens und Boppard als Vertreter des Kreises Bernkastel-Wittlich die Höhepunkte der letzten Jahrzehnte. Seit Jahren werden die Treffen mit befreundeten Vereinen in Bliesen (Saarland), Wardenburg (Niedersachsen), Polling (Oberbayern) und Hergenfeld (Nahe) gepflegt. Ein Markenzeichen der Winzerkapelle Platten ist ihre gute Jugendarbeit. Von den 80 aktiven Musikern sind 41 Jugendliche unter 18 Jahre alt. Vereinsvorsitzender Werner Hower hat keine Angst um den Vereinsnachwuchs. "Mit Schaffung der musikalischen Früherziehung hat die Winzerkapelle die letzte Lücke in ihrem Ausbildungskonzept geschlossen.Musizieren von Kindesbeinen an

Dem Nachwuchs wird vom Kindergarten an eine ständige musikalische Betätigung bis zur späteren Mitwirkung im Orchester geboten. Die 40-köpfige Jugendkapelle sorgt für einen reibungslosen Übergang in das Orchester." Zur Zeit sind neben der Rhythmusgruppe im Kindergarten und einer zehnköpfigen Blockflötengruppe im Grundschulalter 34 Jugendliche, die Querflöte, Klarinette, Saxofon, Horn, Tenor-, Flügel- und F-Horn, Posaune, Trompete oder Schlagzeug erlernen.