Über die Dörfer : Es gibt kein Bauland mehr

MINHEIM (hpl) Mit seinen 480 Einwohnern ist Minheim innerhalb der Saison Tourismus geprägt.

Aber auch als Wohnort ist das Dorf an der Mosel gefragt, weiß Ortsbürgermeister Werner Mertes zu berichten. „Wir sind gut aufgestellt, haben eine Kita mit zwei Gruppen und Tagesversorgung, einen Tante-Emma-Laden, eine Bäckerei und eine Tagespflege und würden uns über junge Familien freuen, die sich hier niederlassen,“ sagt Mertes. Das Problem sei aber, dass die Gemeinde derzeit kein Bauland vorhalten kann.

„Wir müssen die Gemeinde aber auf die Zukunft ausrichten und haben außerdem eine gute Infrastruktur. Die nächstgelegene Grundschule ist Piesport, die weiterführenden Schulen liegen in Wittlich und Bernkastel-Kues, sind also gut zu erreichen,“ erklärt der Ortsbürgermeister. Er ist aber noch in Verhandlungen und hofft, in den nächsten Jahren ein Neubaugebiet ausweisen zu können, denn die Einwohnerzahlen seien rückläufig.

Dafür habe Minheim aber keine Leerstände, alle Gebäude seien vermietet oder im Eigentum, was das Dorf attraktiv mache. Aktuell laufe in Minheim die Dorfmoderation, in der die Bürger in Workshops Vorschläge für die Gestaltung des Ortes machen können. Am 16. Februar sollen diese um 13 Uhr der Bevölkerung im Bürgerhaus vorgestellt werden.
Der moderne Wohnmobilstellplatz, der zu zwei Drittel der Gemeinde und einem Drittel der Pfarrei gehöre, würde Minheim ebenfalls attraktiv für Touristen machen. „In Minheim ist besonders von August bis November was los. Dann haben auch unsere Straußwirtschaften geöffnet“, sagt Mertes. Besondere Höhepunkte im Dorfleben seien die Tage der Offenen Weinkeller am ersten Mai-Wochenende, die Kirmes am Johannistag und das Weinstraßenfest im September.

Bei der Kommunalwahl im Mai wird Mertes nach eigenen Aussagen nicht mehr antreten, sondern Platz für einen Jüngeren machen.