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Über die Gleise und um Wengerohr herum

 Die Männer aus Sachsen und Thüringen bauen mit an der Ortsumgehung Wengerohr. TV-Foto: Erich Gerten
Die Männer aus Sachsen und Thüringen bauen mit an der Ortsumgehung Wengerohr. TV-Foto: Erich Gerten
Eine thüringische Baufirma aus Eisenach und fünf ihrer Mitarbeiter aus Sachsen und Thüringen sorgen mit dafür, dass Wengerohr bald eine Ortsumgehung erhält.

Wittlich-Wengerohr. (ger) 90 Personenzüge und Dutzende von Güterzügen überqueren täglich die Arbeitsstelle der fünf Handwerker aus Sachsen und Thüringen. Die Männer sind seit März mit dem Bau der Bahnüberführung der Bahnstrecke Trier-Koblenz zwischen Wengerohr und Altrich beschäftigt. Die L 53 Neu, also die lang ersehnte Umgehungsstraße für Wengerohr, gleichzeitig Zubringer für Wittlich zur B 50 Neu, führt unter der Bahnstrecke hindurch.

Der Arbeitgeber der fünf Männer, die Bauunternehmung Walt helm GmbH aus Eisenach, ist Spezialist für den Bau von Bahnüberführungen. Im Wittlicher Tal hat die Eisenacher Firma zwei Auftraggeber. Derzeit arbeitet sie im Auftrag des Landesbetriebes Mobilität (LBM). Zwei Wasserdurchlässe, die in fünf Meter Tiefe jeweils links und rechts der Bahnstrecke unterhalb der neuen Straße geführt werden, sind in Arbeit.

In wenigen Wochen geht es im Auftrag der Deutschen Bahn weiter mit dem Herstellen einer massiven Bodenplatte und ebenso massiven Betonpfeilern für die neue Eisenbahnbrücke. Die Arbeiten begannen im Frühjahr, als eine Hilfsbrücke gesetzt wurde (der TV berichtete). Im Mai war der Durchstich unterhalb der Hilfsbrücke ausgebaggert, damit die bis an die Bahntrasse aus Richtung Wittlich bereits fertiggestellte Straße hindurchgeführt werden kann. Das Ende der Arbeiten ist für Dezember vorgesehen. Erst dann kann die Straße weitergebaut werden. Die Arbeiten im Auftrag der Bahn kosten rund 1,3 Millionen Euro. Diese werden laut Gesetz vom Baulastträger für die Straße gezahlt, also dem Land Rheinland-Pfalz. Die Arbeiten für die Wasserdurchlässe im Auftrag des LBM kosten etwa 250 000 Euro.