Über Liebe und Verlust

ZELL. (red) Die ehemalige Synagoge der jüdischen Gemeinde Zell wurde in den vergangenen Jahren liebevoll renoviert und bei einer Feierstunde im Oktober 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt. Durch das Engagement zahlreicher Bürger, staatlicher Institutionen und vor allem des Freundeskreises der Synagoge Zell wurde ein wichtiger Ort und ein bedeutender Teil der Geschichte Zells und seiner näheren Umgebung vor dem Verfall und dem Vergessen bewahrt.

Die Synagoge soll an ehemalige jüdische Nachbarn, die bis zur Verfolgung, Vertreibung und häufig Ermordung durch die Nationalsozialisten in Zell und Umgebung lebten, erinnern und durch kulturelle Veranstaltungen zu einem Treffpunkt werden. In unregelmäßigen Abständen werden jeweils sonntags um 17 Uhr Künstler in der Synagoge ein vielfältiges Programm bieten. Wegen des begrenzten Raumes ist eine möglichst frühzeitige Anmeldung empfehlenswert. Der Eintritt beträgt jeweils zehn Euro. Die erste und nächste Veranstaltung ist am Pfingstsonntag, 30. Mai, um 17 Uhr. Unter dem Titel "König der Schmerzen" spielt Stefan Hiss aus Stuttgart (Akkordeon und Gesang) mexikanische Schmonzetten, osteuropäische Volkslieder, Tango, Polka und vor allem Blues. Weltmusik über Liebe und Verlust und andere große oder kleine Gefühle steht auch auf dem Programm. Wer am Sonntag keine Zeit hat, kann den Künstler mit einem leicht veränderten Programm am Samstag, 29. Mai, um 21 Uhr im Haus Waldfrieden in Alf erleben. Anmeldung: Ulrich Stein, Haus Waldfrieden, 56859 Alf, Telefon 06542/2608, Fax 06542/1536, E-Mail: haus.waldfrieden@debitel.net