Umfassende Beratung vor Ort

TRABEN-TRARBACH. Die Diakonie-Sozialstation Kirchberg eröffnet am 1. Oktober in der Trarbacher Brückenstraße eine Außenstelle. Klienten und Angehörige werden dort umfassend beraten. Ferner dient sie für Teambesprechungen.

Die Gesellschaft altert, der Bedarf an Kranken- und Altenpflegeleistungen steigt. Allein in der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach (ohne Lötzbeuren und Irmenach) versorgt die Diakonie-Sozialstation Kirchberg 130 Klienten. Alte und kranke Menschen werden von den Fachkräften zu Hause gepflegt, verarztet und versorgt. Um dem steigenden Bedarf an Beratung und Information gerecht zu werden, eröffnet nun am 1. Oktober in der Brückenstraße 13 die Diakonie-Sozialstation Kirchberg ein Außenstelle. Pflegedienstleiterin Anja Schanz erläutert die Aufgaben des Büros: "Jeder, der Pflege braucht oder sucht, erhält dort eine individuelle Beratung." Die Mitarbeiter der Sozialstation stellen fest, welche Hilfe benötigt wird, welche Leistungen eventuell Angehörige übernehmen können, was die Sozialstation leisten kann, welche Kosten entstehen und wer letztlich dafür aufkommt. Der bürokratische Aufwand, nicht zuletzt wegen der sich ständig ändernden Gesetzeslage, ist nicht unerheblich. Anträge an die Pflegeversicherung müssen gestellt werden, die Krankenkasse oder andere Kostenträger sind eventuell zu beteiligen und so weiter. Weitere Leistungen sind beispielsweise die Vermittlung von Hausnotrufen und Essen auf Rädern oder die Vermittlung von Kurzzeit- oder Dauerpflege. Bislang mussten sich die Hilfe suchenden Menschen an das Büro in Kirchberg wenden, und in der Regel wurden sie dann zu Hause beraten. Auch das ist weiterhin möglich, wie Anja Schanz erklärt. Im Moselteam der Diakonie-Sozialstation Kirchberg arbeiten 20 Mitarbeiter, davon 13 examinierte Krankenschwestern und Altenpflegerinnen sowie sieben Pflegehilfskräfte und Hauswirtschafterinnen. Sie besuchen die alten und kranken Menschen zu Hause, waschen sie, versorgen sie und behandeln sie, wenn erforderlich, auch medizinisch. Derzeit wird das Büro in der Brückenstraße renoviert und eingerichtet. Dabei helfen zwei Zivildienstleistende, die, so Anja Schanz, "für uns inzwischen unverzichtbar geworden sind." Die Sozialstation gibt es bereits seit 1975, damals noch als Sozialstation Simmern in der Trägerschaft des evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach. 1997 wechselte die Rechtsform in eine gemeinnützige GmbH. Da die Sozialstation stetig größer wurde, teilte sie sich zum 1. August 2000 in die Sozialstationen Kirchberg und Simmern unter gemeinsamer Geschäftsführung. Anfang 2002 haben sich die Träger der Diakonie Sozialstationen Kirchberg und Simmern und der Altenheime Simmern, Sohren und Nannhausen mit der evangelischen Sozialstation Bad Kreuznach und den Altenheimen Bingen, Kirn und Bad Kreuznach zusammengeschlossen und bilden nun gemeinsam die Evangelische Altenhilfe und Krankenpflege Nahe-Hunsrück-Mosel GmbH.