Umweltverschmutzung
Zum Artikel "Viele Zahlen und ratlose Gesichter" (TV vom 2. Oktober) und zur Bürgerversammlung in Binsfeld schreibt diese Leserin:
Da kommt eine Katastrophe ans Tageslicht: Giftige Chemikalien (PFT - Perfluorierte Tenside) verseuchen in noch unvorstellbarem Ausmaß die Gewässer um Binsfeld, und keiner geht auf die Barrikaden! Hat sich die durch Fluglärm und sonstige Beeinträchtigungen gebeutelte Bevölkerung schon zu sehr an die Macht der Amerikaner gewöhnt? Zur "Bürgerinformation" warten die Behörden mit einem großen "Expertenteam" auf, das die Bevölkerung "aufklären" soll. Mir kam diese eher als verharmlosende Beruhigungsveranstaltung vor. Die Amerikaner als Verursacher der Katastrophe - denn die Chemikalien stammen aus Löschmitteln des Flughafens - sind nicht vertreten. Die Behörden und die Amerikaner tun angeblich alles zur Aufklärung. Aber wie weit werden wir wirklich aufgeklärt? Da ist viel die Rede von Grenzwerten, wieviel Gramm Fisch man noch essen darf und so weiter. Angeblich muss alles noch untersucht werden. Dabei weiß man längst, dass PFT in der Natur nicht abbaubar sind. Mensch und Tier können diese Stoffe über Nahrung und Atemwege aufnehmen, sie reichern sich im Körper an und können Krebs auslösen.Warum verharmlosen die "Experten" immer noch die katastrophalen Gefahren? Hat doch das Europäische Parlament schon 2006 das Verbot von PFT beschlossen. Auch wenn jetzt kein Löschschaum mit PFT mehr auf dem Flughafen verwendet wird, wissen wir nicht, in was PFT noch enthalten ist. Womöglich auch im Kerosin. Wenn der Binsfelder Bürger wissen will, ob sein Gemüse verseucht ist, muss er dies auf eigene Kosten untersuchen lassen. Müssten nicht umgekehrt die Chemiekonzerne nachweisen, dass ihre Produkte unbedenklich sind oder wenigstens für die Folgen geradestehen? Wir sollten uns nicht alles bieten lassen und für die Bewahrung der Schöpfung eintreten! Elisabeth Dichter-Hallwachs, Utscheid