Umzug hinter Mauern erst im Herbst

Umzug hinter Mauern erst im Herbst

Verzögerungen auf der Millionen-Baustelle hinter hohen Mauern: 23 Millionen werden in den Neubau eines Wirtschaftsgebäudes in der JVA Wittlich investiert. Ursprünglich hätte es Ende verganegnen Jahres sein sollen - vor Herbst 2014 wird daraus aber wohl nichts.

Wittlich. Wäre alles nach Plan gelaufen, könnten Küche, Bäckerei und Wäscherei jetzt schon umziehen. Die sollen in dem neuen Wirtschaftsgebäude untergebracht werden, das derzeit in der JVA Wittlich gebaut wird. Das sollte ursprünglich Ende 2013 fertig werden.
Doch bis der Betrieb in dem Gebäude tatsächlich losgehen kann, dauert es noch. Erst war die Rede von einer dreimonatigen Verzögerung (der TV berichtete). Jetzt heißt es: Mit einer Fertigstellung kann erst im Herbst 2014 gerechnet werden.5200 Quadratmeter im Neubau


Zu den Gründen erklärt Markus Ramp, Pressesprecher des Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) in Mainz: "Die Fertigstellung des Gebäudes verzögert sich aufgrund zweier, in der Bauphase eingetretener Insolvenzen von Schlüsselgewerken.
In Folge der Insolvenzen mussten Leistungen neu vergeben werden." Hinzu komme, erklärt Ramp, dass viele Anschlussarbeiten nachfolgender Gewerke zwischenzeitlich nicht weitergeführt und neu terminiert werden mussten. Das heißt: Solange also beispielsweise die Leitungen eines Schlüsselgewerks noch nicht gelegt waren, konnten auch die daran anschließenden Estricharbeiten nicht beginnen.
Robert Haase, Leiter der JVA Wittlich, fügt hinzu: "Es muss außerdem herausgefunden werden, was eigentlich alles von dem verwendet werden kann, was die Firmen an Material schon eingebaut haben." Ob das dann im Endeffekt auch teurer wird, ließe sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen, sagt Haase.
23 Millionen Euro investiert der LBB in den Neubau. Die JVA-Werkstätten helfen bei Schlosser-, Fenster-, Tischler- und Reinigungsarbeiten mit. Diese Leistungen liegen insgesamt bei 750 000 Euro.Kein Stillstand auf Baustelle


Trotz dieser Probleme: Auf der Baustelle herrscht keineswegs Stillstand. Zurzeit werden die Bodenbeläge eingebaut, danach sind die Decken an der Reihe.
Ramp erklärt, der Neubau sei nötig, weil die alten Küchen-, Bäckerei- und Wäschereigebäude aufgrund von Bauschäden nicht mehr den modernen Anforderungen entsprochen hätten und zudem mehr Flächenbedarf bestand. Unter-, Erd- und Obergeschoss des Neubaus haben dann zusammen insgesamt rund 5200 Quadratmeter.
Für insgesamt rund 70 Millionen Euro wurden bereits ein neues Haft- und Verwaltungs- sowie Pfortengebäude, ein Haftkrankenhaus und ein Blockheizkraftwerk gebaut.

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