Umzug zum Flughafen in greifbarer Nähe
Eine Grundsatz-Entscheidung für die Hunsrück-Touristik GmbH scheint sich anzubahnen. Die Gesellschaft ist schon auf der Suche nach neuen Räumen.
Erbeskopf/Thalfang. (red/iro) Seit zwei Jahren wird in der Hunsrück-Touristik GmbH um den Standort der Gesellschaft gestritten. Damals hatte der Verbandsgemeinderat Simmern einen Antrag gestellt, das Büro der Regionalagentur an den Flughafen Frankfurt-Hahn zu verlagern. Begründet wurde dieser Vorstoß mit möglichen Synergie-Effekten, die die Unterbringung am Airport mit sich bringen könne. Simmern meinte es ernst: Im Falle einer Ablehnung behielt man sich vor, die Mitgliedschaft zu kündigen. Die Kündigung wurde nicht geschrieben. Dennoch scheint die Vorgehensweise aus dem Nachbarkreis erfolgreich gewesen zu sein. Bei der Aufsichtsrats-Sitzung der Gesellschaft wurden Bertram Fleck, Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, sowie der Geschäftsführer Jörn Winkhaus damit beauftragt, einen Büro-Standort am Flughafen zu suchen sowie ein Finanzierungskonzept zu erstellen. Das teilte die Hunsrück-Touristik in einer Pressemitteilung mit. In der nächsten Sitzung der Gesellschafterversammlung solle dann endgültig über die Sitzverlegung entschieden werden. Sie sei zwar nicht zwingend erforderlich, man verspreche sich aber in der Marketingarbeit verbesserte Kontaktmöglichkeiten, eine Intensivierung der Lobbyarbeit und in einer Nachbarschaft zu den Besucherströmen eine gesteigerte Nutzung des Flughafen-Potenzials, argumentierte Fleck.Den Weg frei gemacht hatte offenbar Hans-Dieter Dellwo, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thalfang. Er hatte mitgeteilt, dass der Zweckverband Erbes kopf die derzeitigen Räume der Hunsrück-Touristik anderweitig nutzen wolle.