Und abends werden die Schuhe getrocknet
Als erster Beherbergungsbetrieb im Kreis Bernkastel-Wittlich wurde das Hotel Jungenwald in Traben-Trarbach mit dem Gütesiegel "Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet.
Traben-Trarbach. Einen besseren Standort für ein "Wanderhotel" könnte es kaum geben. Das Hotel Jungenwald, im idyllischen Kautenbachtal gelegen, liegt mitten in einem äußerst attraktiven Wandergebiet. In wenigen Minuten ist man von hier auf dem Belginum-Wanderweg, dem Sponheimerweg, dem Mosel-Naheweg, dem Waidmannspfad, Schillerweg und Wirtzfeldpfad. Außerdem sind drei Themenwege der Mosel-Erlebnis-Route vom Hotel aus schnell zu erreichen. Diese sind der Lorettaweg, der von Traben-Trarbach über Starkenburg nach Enkirch führt, der Kogelherrenweg von Wolf nach Kröv und die Rieslingroute in der Stadt Traben-Trarbach. Doch die für Naturfreunde äußert günstige Lage ist nicht der alleinige Grund, warum das Hotel Jungenwald jetzt als erster Betrieb im Kreis Bernkastel-Wittlich mit dem Gütesiegel "Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet wurde. Im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens wurde der Gastbetrieb nach 21 Kernkriterien und 15 Wahlkriterien geprüft. Kernkriterien sind unter anderem, dass Wanderer ein vielfältiges, gesundes Wanderfrühstück erhalten, es Trockenmöglichkeiten für Kleidung und Schuhe gibt, Übernachtungsmöglichkeiten für eine Nacht bestehen und ein Gepäcktransport zur nächsten Unterkunft angeboten wird. Außerdem sollte das Haus über einen Hol- und Bringservice für Wanderer verfügen. Das alles ist im Drei-Sterne-Hotel Jungenwald selbstverständlich. Vor zwei Jahren haben Michael Coers und Esther de Jonge das vormalige "Haus Jutta" übernommen und es für 80 000 Euro umgebaut und modernisiert. Michael Coers, in früherem Berufsleben war er Psychotherapeut in Den Haag (Niederlande), und seine Frau Esther waren schon seit längerem an der Mosel auf der Suche nach einem geeigneten Objekt, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Schließlich wurden sie in dem Traben-Trarbacher Mosel-Seitental fündig. Michael Coers: "Wir wollen ein gemütliches Hotel sein und versuchen, uns für unsere Gäste viel Zeit zu nehmen." Das Haus verfügt über fünf behaglich eingerichtete Zimmer und ein kleines Restaurant, in dem Esther de Jonge französische Küche serviert. Ein Plus für die Wandergäste des Hotels ist ferner die Nähe zur Moseltherme mit ihrer Sauna, Massagemöglichkeiten und Ruheräumen - ideal also, um sich nach einer anstrengenden Wanderung zu entspannen. Extra Qualitätssiegel: Der Betrieb, der die Auszeichnung "Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland" erhalten möchte, muss alle 21 Kernkriterien und mindestens acht der 15 Wahlkriterien erfüllen. Darüber hinaus werden einige zusätzliche Merkmale abgefragt, die das Prüfungsergebnis jedoch nicht direkt beeinflussen. Für reine Gastronomiebetriebe gibt es einen eigenen Kriterienkatalog. Die geprüften Gastgeber bekommen ein Schild sowie eine Urkunde. Die Betriebe erhalten außerdem die Möglichkeit, mit dem Logo und Begriff "Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland" zu werben. Des Weiteren werden die zertifizierten Betriebe im Internet-Portal www.wanderbares-deutschland.de präsentiert. Die Zertifizierung hat eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren. Die Kriterien werden vor Ort von erfahrenen und vom Deutschen Wanderverband geschulten Experten geprüft. Die entstehenden Kosten für Beherbergungsbetriebe liegen zwischen 120 und 180 Euro. Kontaktadresse: Deutscher Wanderverband, Wilhelmshöher Allee 157-159, 34121 Kassel, Telefon 0561/938730, Fax 0561/9387310, E-Mail: info@wanderverband.de.