Und rutscht und rutscht
Wieder einmal sorgt ein Hangrutsch für Verkehrsbehinderungen im Manderscheider Land. Ab heute ist die L 46 bei Manderscheid teilweise halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mit Ampeln geregelt.
Karl. Die Landesstraße zwischen Eisenschmitt und Manderscheid macht dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) Sorgen. So große Sorgen, dass ein Teilabschnitt im Tal der Kleinen Kyll ab Mittwoch für den Verkehr halbseitig gesperrt wird. Grund dafür ist, dass der Hang, in den die Landstraße eingekerbt ist, in Bewegung ist. Teilweise hängt inzwischen die Leitplankenbefestigung in der Luft. Das einst vorhandene Erdreich ist den steilen Abhang ins Tal gerutscht.
Dieser Zustand "macht uns Sorgen, denen wir vorübergehend mit einer einspurigen Verkehrsführung begegnen wollen", sagt Hans-Michael Bartnick, stellvertretender Dienststellenleiter des LBM Trier. Die Abrisskante liege mittlerweile direkt neben dem Fahrbahnrand.
Ampeln werden für Monate den Verkehr regeln
Als Sofortmaßnahme wird ab Mittwoch der gefährdete Teil der Straße gesperrt. Eine Ampel regelt für die kommende Zeit den Verkehr. Damit nicht genug: "Der Spalt wird mit einer Folie provisorisch abgedichtet, um das weitere Eindringen von Oberflächenwasser in den Spalt zu verhindern", teilt Bartnick mit.
Dieses Provisorium wird wahrscheinlich mehrere Monate lang Bestand haben. Denn die Wiederherstellung der Standsicherheit der Straße wird im Zuge der Arbeiten an der L 16 zwischen Manderscheid und Bettenfeld über die Bühne gehen. Dort, wie auch auf der rutschenden Bergstrecke bei Manderscheid, sollen mittels Betonrandbalken auf Kleinbohrpfählen Rutschungen gestoppt und die Straßen gesichert werden. Die Kosten für die Stabilisierung an der L 46 schätzt Bartnick auf rund 100 000 Euro.
Eine schnellere und damit teurere Reparatur der Rutschung im Tal der Kleinen Kyll wird es nicht geben, da der LBM aufgrund der relativ geringen Verkehrsbelastung von rund 600 Fahrzeugen pro Tag die Ampelschaltung für zumutbar hält.