Unendliche Geschichte

ZELTINGEN-RACHTIG. Bis die Bundesstraße 53 zwischen Ürzig und Kloster Machern wieder komplett für den Verkehr frei gegeben wird, gehen noch Monate ins Land. Zurzeit ist sie nur halbseitig befahrbar.

Der Hangoberhalb der B 53 lässt sich nicht so schnell bändigen. Immerwieder kommt es zu Hangrutschungen, die zur Sperrung der Straßeführen und die die Sanierung des Hanges wieder unterbrechen.Bereits im März vor zwei Jahren war der Hang ins Rutschengeraten. Ein Geologe hatte sich für die Sanierung des Hangesausgesprochen, die wäre jedoch sehr zeit- und kostenintensivgeworden. So wurde eine günstigere Variante ins Spiel gebracht:Die Stützmauer sollte verlängert werden (der TVberichtete). Da der Fels sehr instabil ist, musste er teilweise abgetragen werden. Zudem wurde eine Spritzbetonscheibe angebracht, die im inneren des Felsens mit gebohrten Ankern befestigt ist. "Zunächst verlief alles nach Plan. Da aber durch die Regenfälle Anfang dieses Jahres sich sehr viel Wasser im Hang gesammelt hatte, kam die Deckschicht ins Rutschen", berichtet Ralf Schmitz, der Leiter der Straßenmeisterei Wittlich. Die Bauarbeiten an der Stützmauer wurden sofort eingestellt.

Der zuständige Geologe hatte den Hang daraufhin wieder untersucht. Zudem wurden im Wirtschaftsweg, der oberhalb der Böschung verläuft, und "langer Weg" genannt wird, Risse entdeckt. Diese wurden regelmäßig kontrolliert. Bis zum 28. Februar zeigte sich keine weitere Bewegung. Nach den Karnevalstagen aber hatten sich einige der Risse bis auf zehn Zentimeter verbreitert. Die sofortige Vollsperrung der B 53 war die Folge. Außerdem mussten die lockeren Erd- und Felsmassen abgetragen werden. Ein Statiker wurde hinzugezogen. "Der gesamte Bereich zwischen den beiden Abstützbauwerken der Stützmauer soll nun mit einem Netz gesichert werden", so Schmitz. Diese Arbeiten müssten im Frühjahr ausgeschrieben werden. "Das zieht sich hin, aber das war nicht vorhersehbar", versichert er. Nach der Ausschreibung kommt die Auftragsvergabe und dann müssten die Mittel bereit gestellt werden.

Durch diese Netze jedenfalls könne das Wasser im Hang, der zurzeit noch sehr feucht ist, später abfließen. Außerdem würden diese Netze begrünen. "Zu dem Vorwurf, dass wir den Bewuchs weggenommen hätten, der doch die Deckschicht hält, ist zu sagen, dass das notwendig war, um die Böschung geotechnisch zu beurteilen", erklärt Schmitz.

Er rechnet damit, dass es noch Monate dauern kann, bis die Straße wieder frei befahrbar ist. Dass die Sanierung nun teurer kommt als geplant, ist klar. Wie teuer - dazu kann Schmitz noch keine genauen Angaben machen.