Unter uns

Wer kennt nicht die Sendung "Warten aufs Christkind", mit der Kindern, die es vor lauter Spannung fast nicht mehr aushielten, die Wartezeit an Heiligabend bis zur Bescherung verkürzt werden sollte. Die gestrige Nacht war für eingefleischte Leseratten kaum weniger spannend.

Punkt 24 Uhr konnten Harry-Potter-Fans endlich den fünften Band "Harry Potter und der Orden des Phönix" in Empfang nehmen, um zu erfahren, wie der Kampf des Zauberschülers und seiner Freunde gegen Lord Voldemort und seine Verbündeten weitergeht. Aber wenn man es sich genau überlegt, ist Harry Potter nicht schon längst unter uns? Oder sind in jüngster Zeit nicht Dinge passiert, die wir uns nicht so recht erklären konnten? Woher stammt denn bloß das Geld, dass Morbach noch für 2003 zu einer "beeindruckenden freien Finanzspitze" verhelfen soll, wie Bürgermeister Gregor Eibes unlängst angekündigt hat. Oder hat der Chef der Einheitsgemeinde nur tief in den "Spiegel des Begehrens" geschaut, der immer genau das zeigt, was man sich am meisten wünscht? Und: Während andere Hotelier-Kollegen die Sektkorken knallen lassen, wenn sie einen einzigen zusätzlichen Stern erhalten, gab‘s wie von Zauberhand in Horath für Gereon Haumann und sein Haus nicht einen, nicht zwei, nicht drei, sondern gleich vier Sterne auf einen Streich. Ob da nicht doch ein wenig Magie im Spiel gewesen ist? (iro)

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