Unternehmen wehrt sich gegen Kritik

Im Zusammenhang mit der TV-Berichterstattung über mutmaßliche Thermalwasser-Vorkommen in Berglicht meldet sich jetzt die betroffene Firma zu Wort. Der Gemeinderat hatte dem Vorhaben zunächst nicht zugestimmt.

Berglicht. (iro) Kleine Rückblende: Anfang Juni beriet der Berglichter Gemeinderat über Probebohrungen, die ein Hunsrücker Unternehmen auf der Gemarkung der Ortschaft vornehmen wollte. Die Firma ging davon aus, dass die Kommune auf einem größeren Thermalwasser-Vorkommen sitzt, während das Landesamt für Geologie und Bergbau Zweifel an den Prognosen der Firma angemeldet hatte. Das Unternehmen hatte offenbar angeboten, die Kosten für die Bohrungen zu übernehmen, wollte dafür allerdings die Nutzungsrechte für das Wasser haben. Die Firma "European Water Exploration" (EWE) aus Kempfeld meldet sich jetzt selbst zu Wort. "Eindeutig und unmissverständlich" beziehe sich ihr Angebot nur auf das gewonnene Thermalwasser selbst. Es gehe EWE nicht um die wirtschaftliche Nutzung, die sich daraus ergebe - wie Arbeitsplätze, Heilbäder, Kuranlagen und Kraftwerke. Eher rhetorisch fragt Hans Günter Wichter von EWE in einem Brief an den TV: "Kennen Sie eine Kommune, bei der man Hoffnung auf Zustimmung haben könnte, wenn man erwartet oder verlangt, dass diese die Kosten für die Erschließung übernimmt?" Fachleute hätten es auch nicht für möglich gehalten, dass im Thalfanger Gebiet Mineralwasser vorkomme. Dem Kempfelder Unternehmen liegt die Region laut Wichter "sehr am Herzen". Er ist überzeugt davon, dass man großflächig von dem Projekt profitieren werde. Allerdings sei man wegen der hohen Investitionskosten gezwungen, auf die Nutzungsrechte für das Wasser zu bestehen. EWE habe bisher weit mehr als 100 größere oder wertvolle Wasservorkommen analysiert. Mit dem Erfolg war man offenbar nicht zufrieden: "Sollte sich allerdings nicht in naher Zukunft für uns eine positive Veränderung auf dem deutschen Markt ergeben, werden wir uns nur noch im Ausland engagieren."