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Unterschiedlich haben die Kommunen im Kreis Bernkastel-Wittlich mit ihren Fahrangeboten auf die Corona-Pandemie reagiert.

Bürgerbusse : Manche fahren und manche noch nicht

Unterschiedlich haben die Kommunen im Kreis mit ihren Fahrangeboten auf die Corona-Pandemie reagiert.

Die Bürgerbusse, Seniorenbusse und Ehrenmobile haben seit Beginn der Corona-Pandemie weitgehend eine Pause eingelegt. Personen, die über kein Fahrzeug verfügen und die Dienste dieser Einrichtungen benutzt haben, mussten sich seitdem anders behelfen.

In der Einheitsgemeinde Morbach ist der Seniorenbus bereits seit dem 18. Mai wieder unterwegs. Allerdings unter anderen Voraussetzungen als vor der Corona-Pandemie. Aufgrund der geltenden Hygienevorschriften werden vorerst maximal vier Gäste gleichzeitig befördert, hatte Bürgermeister Andreas Hackethal die Wieder-Inbetriebnahme angekündigt. Dabei sei ein Mund- und Nasenschutz für alle Fahrgäste zu jeder Zeit Pflicht, genauso wie die Bitte, sich vor der Fahrt die Hände zu waschen. Der Fahrer halte Desinfektionsmittel bereit.

In Bernkastel-Kues ist der Seniorenbus seit dem gleichen Starttermin wie in Morbach wieder unterwegs, sagt Monika Coen von der Verwaltung der Verbandsgemeinde (VG) Bernkastel-Kues. Für die Fahrten in dem Fahrzeug, das sich die beiden Kommunen teilen, gelten die gleichen Bedingungen wie in Morbach.

In der Stadt Wittlich ist der Betrieb des Wittlich Shuttles aufgrund der Corona-Pandemie nicht eingestellt worden, sagt Rainer Stöckicht von der Stadtverwaltung.  „Die Shuttles standen und stehen den Nutzern fast uneingeschränkt zur Verfügung“, sagt er. Allerdings seien die Auflagen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und anderer Hygienevorschriften zu beachten.

Der Betrieb des Bürgerbusses der VG Wittlich-Land wurde während der Corona-Pandemie ebenfalls aufrecht erhalten für einen Notbetrieb, wie für wichtige Fahrten zum Arzt, sagt Carina Alt-Linden. Dabei sollten die ehrenamtlichen Fahrer als auch die Fahrgäste, die ausschließlich zur Risikogruppe gehören, geschützt werden. Möglich waren in den vergangenen Wochen deshalb nur Einzelfahrten, bei denen Angestellte aus der Verwaltung, die nicht zur Risikogruppe gehören, den Bürgerbus gefahren haben. Seit dem 25. Mai fahren die ehrenamtlichen Kräfte wieder den Bus, allerdings unter Beachtung der strengen Hygieneregeln und nur mit maximal zwei Personen pro Fahrt.

In der VG Traben-Trarbach sind normalerweise gleich drei Fahrzeuge im Einsatz. Aber sowohl der Seniorenbus, der von ehrenamtlichen Fahrern gesteuert wird, als auch die Ehrenmobile in Reil und Bausendorf stehen momentan still. „Derzeit sind wir dabei, die Seniorenbusfahrer zu befragen, ob und inwieweit diese bereit sind, die Fahrtätigkeit wieder aufzunehmen“, sagt Bürgermeister Marcus Heintel. Sobald die Befragung abgeschlossen ist, soll eine Schichteinteilung vorgenommen und wieder gefahren werden. Beim Reiler Ehrenmobil fahren 25 ehrenamtliche Fahrer mit ihrem Privat-Pkw die Reiler Bürger. Zum einen sind bis auf drei von ihnen alle älter als 60 Jahre, Zum anderen benötigen die Mitfahrer oft Hilfe beim Ein- und Aussteigen, sagt Ehrenmobil-Koordinator Rafael Koch. Da sowohl Fahrer als auch Mitfahrer zu den gefährdeten Personengruppen gehören, werden die Reiler bis auf weiteres keine Fahrten mit dem Ehrenmobil anbieten, sagt er. Genauso in Bausendorf, wo Ehrenamtliche ihre Fahrzeuge für Fahrten zu Behörden oder Ärzten für andere zur Verfügung stellen. „Die Hälfte der Fahrer gehört zur Risikogruppe“, sagt Koordinator Ossi Steinmetz. Zudem lassen sich darin keine Abstandsregeln einhalten. „Sobald Lockerungen erfolgen, werden wir die Fahrten wieder aufnehmen“, sagt er.