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Unterwegs in den Eifeler Highlands rund um Bruch

Bruch : Unterwegs in den Eifeler Highlands

Ein Tipp führt unsere Redakteure nach Bruch – wo sie sich an Schottland erinnert fühlen.

Wir sind alle urlaubsreif. Allzu viel Hoffnung auf Osterferien in der Ferne machen Virologen und Politiker allerdings nicht. Und so wird es auch im April wohl eher Balkonien statt den Balearen werden.

Ferienfeeling kann trotzdem aufkommen, wie bei unserem jüngsten Streifzug rund um Bruch. Bei dem wir uns mehr als einmal vorkamen, als würden wir durch die schottischen Highlands stapfen.

Gefunden hätten wir diese wunderschöne Gegend wohl auf eigene Faust nicht. Zum Glück hat uns aber Stefanie Kohl-Molitor aus Bruch geschrieben und auf dieses Stückchen des Eifelsteigs aufmerksam gemacht. Danke dafür!

Der etwa dreieinhalb Kilometer lange Rundweg beginnt in der Straße „Im Krummenau“ und führt erstmal aus dem Dorf heraus und über die Salm. Wer hier vorbei geht, wird von den Ziegen Lilly und Lissy begrüßt. Zumindest bei gutem Wetter, wie das Kollegin John bei einer zweiten Tour mit Tochter und Enkeltochter erleben durfte. Wenn es regnet, wie bei unserem ersten Spaziergang, stellen sich die Tiere lieber unter und blöken uns aus der Ferne an.

Weniger zimperlich sind da die Kühe, die wir ein paar Schritte weiter treffen. Unter all dem zotteligen Fell scheint das Geniesel dem Vieh nichts auszumachen, wie es da die Hügel abgrast. Die Haare tragen die Rinder übrigens immer so lang. Geschlossene Friseursalons hin oder her. Denn die Kühe gehören zu einer hierzulande eher seltenen Rasse: Highland Cattle.

Sie stammen aus dem nordwestlichen Schottland. Die Kühe und Bullen dürften sich aber auch in den Eifeler Highlands wohlfühlen. Denn grüne Weiten gibt es auch hier zu bestaunen. Und selbst mit einer Burg kann Bruch aufwarten. Ein steinernes Gemäuer, das ebensogut auf die Insel passen würde.

Der Weg führt uns nun weiter bergauf, vorbei an vom Nebel verschleierten Fichten. Ganz oben angekommen lohnt es sich, den geteerten, kinderwagentauglichen Pfad kurz zu verlassen. Und einen Schlenker zu einem Aussichtspunkt einzulegen, wie Kohl-Molitor rät. Tatsächlich genießt man von dort einen fantastischen Blick über das Dorf. Weiße Häuschen und ein Kirchturm, eingerahmt vom Wald.

Nach diesem Highlight machen wir uns an den Abstieg. Wir landen schließlich „Auf der Staudt“, ein paar Schritte vom Dorfplatz entfernt, wo der Rundweg losging. Und hier endet er dann auch, unser etwa einstündiger Kurzurlaub in den heimischen Highlands.

 Highland-Rinder stammen eigentlich aus Schottland. Sie fühlen sich aber offensichtlich auch in Bruch wohl.
Highland-Rinder stammen eigentlich aus Schottland. Sie fühlen sich aber offensichtlich auch in Bruch wohl. Foto: TV/Nora John

Fotos von der Wanderung finden sich unter: volksfreund.de/fotos. Tipps für „Streifzüge“ nehmen wir gerne unter E-Mail: mosel@volksfreund.de an.