Urgemütlich und familiär

MINHEIM. Bei strahlendem Sonnenschein haben Minheimer Winzer die ersten Trauben gekeltert, was Jahr für Jahr mehr Neugierige anlockt.

Die ersten Minheimer Trauben sind wieder einmal im Fass. Mit vereinten Kräften haben Winzer und vor allem schwer arbeitende Urlauber "auf der Lenn" gelesen und gekeltert. Das Spektakel scheint Jahr für Jahr mehr Zaungäste anzulocken, die sich hinterher den frisch gekelterten Traubensaft schmecken lassen. Die Wochenendurlauber Beate und Klaus Gadomski haben das Ereignis zwar um wenige Minute verpasst. Doch dafür haben die Motorradfreunde aus dem hessischen Rodgau das einzig freie Zimmer im Ort ergattern können. "Wir sind überwältig von der Herzlichkeit, mit der man uns ein Zimmer besorgt hat", fühlen sie sich in Minheim bestens aufgenommen. Während sie der Zufall hergeführt hat, sind andere seit Jahren Minheimer Stammgäste. Wie die holländische Familie Wilderborg oder Dörthe und Ralf Meiske, die sogar feste anpacken beim Straßenfest. Während der Ehemann die Trauben zum Kelterplatz schleppt, schenkt Dörthe am Weinstand ein. Auf die Frage, warum sie zum Arbeiten extra für nur ein Wochenende aus Schwerin anreist, antwortet sie lachend: "Weil das Spaß macht." Wie die beiden, die seit elf Jahren immer wieder hierher kommen, fühlen sich auch Manfred und Angelika Jähne in Minheim wohl. "Es gefällt uns hier so wunderbar", sagt Jähne: "Es ist urgemütlich hier, nicht so pompös wie bei anderen Festen - einfach familiär."