Vandalen toben sich an Römischer Villa aus

Wittlich · Unbekannte reißen Sitzgruppe am Wittlicher Lieserufer mit Gewalt aus den Fundamenten. Die Stadtverwaltung erstattet Anzeige.

 Das kann ja wohl nicht wahr sein, hat sich ein Wittlicher beim Walken gedacht, als er sieht, was mit der Sitzgruppe passiert ist und ein Foto gemacht. Nicht nur der Freizeitsportler ist empört über die Zerstörung. Foto: privat

Das kann ja wohl nicht wahr sein, hat sich ein Wittlicher beim Walken gedacht, als er sieht, was mit der Sitzgruppe passiert ist und ein Foto gemacht. Nicht nur der Freizeitsportler ist empört über die Zerstörung. Foto: privat

Foto: (m_wil )

Wittlich Was ist denn da passiert? Spaziergänger am Mundwald haben sich vergangene Woche gewundert, was Unbekannte mit Gewalt mit der Sitzgruppe an der Römischen Villa veranstaltet haben. "So eine Sauerei!", empört sich ein TV-Leser, der der Redaktion gleich ein Foto mitsendet.
Die Massivholz-Möbel haben einen Wert von einigen Tausend Euro. Die Stadtverwaltung hat sie aufgestellt. Deren Pressesprecher Rainer Stöckicht sagt auf TV-Nachfrage: "Speziell die Sitzgruppe muss von der Stadt Wittlich regelmäßig wegen Vandalismusschäden repariert werden. Erst vor wenigen Tagen wurde die Tischplatte erneuert."
Und wie hat die Stadt jetzt reagiert? Rainer Stöckicht: "Der Schaden wurde der Polizei umgehend nach Kenntnis zur Anzeige gebracht. Nach Freigabe durch die Polizei wird die Reparatur in Angriff genommen, wobei jedoch davon auszugehen ist, dass die Möblierung wieder verwendet werden kann. Die Arbeitsleistung wird durch unseren Bauhof auf voraussichtlich etwa 1500 Euro geschätzt." Da die Anlage um die Überreste der Römischen Villa nahe der Autobahnbrücke abgelegen, aber dennoch mit dem Auto erreichbar ist, wird dort gerne mal gefeiert. Dabei kommt es vereinzelt zu Beschädigungen, auch an dem Villengelände selbst.
Deshalb wird immer wieder nach dem Rechten gesehen. "Die Römische Villa wird regelmäßig je nach Witterung kontrolliert. Diese Kontrollen erfolgen durch die Stadt Wittlich, aber auch durch den Verein Wittlicher Kulturgüter. Unterhaltungsarbeiten durch die Stadtwerke ergänzen diese Kontrollen", sagt Rainer Stöckicht. Der aktuelle Fall ist kein Dummer-Jungen-Streich. Rainer Stöckicht: "Hier muss erhebliches Zerstörungspotenzial vorhanden gewesen sein."

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