Vandalismus am Morgen

Diskotheken-Besuche machen offenbar nicht jeden glücklich. In Bernkastel-Kues hat unter der aggressiven Stimmung die Nachbarschaft zu leiden. Die Polizei wird in diesem Bereich stärker kontrollieren.

Bernkastel-Kues. Es ist derzeit jedes Wochenende dasselbe Spiel. Sonntagsmorgens zieht sich meist eine Spur des Vandalismus durch Teile der Stadt Bernkastel-Kues. An Pfingsten warfen Unbekannte drei massive Holzbänke, die vor der Gaststätte "Alter Moselbahnhof" standen und mittlerweile auch wieder stehen, in die Mosel. Weil sich die Bänke an den Anlegestellen der Schiffe verfingen, konnten sie wieder aus dem Wasser gezogen werden. Auch Sitzgarnituren des Imbisses am wenige Meter entfernten Ufer, landeten im Fluss (der TV berichtete). Zeugen beobachten sechs junge Leute

Am Sonntagmorgen warfen Unbekannte einen von sieben schweren Blumenkübeln um, die vor dem alten Moselbahnhof stehen. Nach Auskunft von Helmut Kaspar, Leiter der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues, kommt es meist in den frühen Morgenstunden zu solchen Beschädigungen. Bei den Tätern handele es sich wahrscheinlich um Gäste benachbarter Diskotheken. Im Bereich dieser Lokale sei es bereits in der Vergangenheit öfters zu Polizeieinsätzen gekommen. Seit dem Wegfall der Polizeistunde haben sich, so Kaspar, die Vorfälle mir Betrunkenen und Randalieren in die frühen Morgenstunden verlagert. So war es wohl auch am Sonntagmorgen. Urlauber hätten, so Josef Ehlen jr., Betreiber des Lokals "Alter Moselbahnhof", aus ihrer Ferienwohnung heraus gegen sechs Uhr sechs junge Leute beobachtet, die den Kupferkübel umwarfen. "Fast jedes Wochenende werden zumindest Blumen ausgerissen", erzählt Ehlen. "Ich kann die Kübel aber auch nicht jedes Wochenende reinräumen", fügt er an. Sollte sich dieser Vandalismus fortsetzen, werde er sich aber überlegen, die Kübel ganz zu entfernen.Ähnliches ist vor Jahren schon auf der Moselbrücke passiert. Weil die dort in Kästen stehenden Pflanzen regelmäßig ausgerissen wurden, steht die Brücke nun ohne Blumenschmuck da.Die Polizei werde ihre Kontrollen und Streifenfahrten am frühen Morgen verstärken, kündigt Helmut Kaspar an. Die Polizei sucht auch weiter nach Zeugen. Sie können sich unter der Telefonnummer 06531/95270, melden.