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Veldenz lockt auch künftig mit dem schönsten Seitensprung des Premiumfernwanderwegs Moselsteigs

Wandern : Zwei Punkte mehr für den Graf Georg Johannes Weg

Veldenz lockt auch künftig mit dem schönsten Seitensprung des Premiumfernwanderwegs Moselsteigs

Seit 2015 zählt er zu den heute 23 Partnerwegen, den „Seitensprüngen“ des Premiumfernwanderwegs Moselsteig. Daher stand nun eine erneute Zertifizierung des Veldenzer „Graf Georg Johannes Weges“ an.

Das Deutsche Wanderinstitut bietet das allen Kommunen an, die dauerhaft mit einer der schönsten Wanderrouten Deutschlands werben wollen. Denn für einen Premium-Wanderweg müssen gewisse Kriterien erfüllt werden. Dazu zählt zum Beispiel, dass eine Mindestlänge des Weges über Naturboden verlaufen muss, dass der Weg besondere Ausblicke und Naturerlebnisse bietet und dass der Weg so ausgeschildert ist, dass er auch ohne Karte erwandert werden kann. Auch Skulpturen und Infotafeln führen dabei zu einer höheren Punktzahl.

Für die Pflege der Wanderwege sind in der Regel die jeweiligen Gemeinden zuständig, manche Wanderwege haben aber auch Paten, also Bürger aus der Umgebung, die mithelfen, um die Wege über das ganze Jahr in Schuss zu halten.

Für die Veldenzer Wanderwegspaten (Info-Box) hat sich daher die Zertifierung gelohnt. Ihr Seitensprung rangiert nicht nur weiter auf Platz eins der 23 Routen - er ist nun sogar mit 82 statt bisher 80 Punkten ausgezeichnet. Die anderen Partnerwege sind dagegen mit 42 bis 79 Punkten bewertet worden.  Berthold Appenzeller, einer der Ehrenamtlichen, die die Strecke in Schuss halten, ist stolz auf diese Steigerung. Schließlich sind er und alle anderen das ganze Jahr über „immer unterwegs“ und „ständig hinterher“, wie er erläutert.

Die so unentgeltlich geleisteten Stunden schätzt er auf jährlich 500. Doch nur so sei es möglich, Punkte zu halten oder zu mehren, was er auf diverse Verbesserungen zurückführt.

 So legten sie etwa einen neuen Pfad an, womit die Strecke nun zu etwa 40 Prozent jenseits offizieller Wege verläuft. Neue Treppenstufen und Seilsicherungen entschärfen schwierige Passagen und neben zwei Info-Tafeln bereichert ein Weinschrank auf der Josefinenhöhe. Als positiv erwies sich zudem die von Landesforsten unterstützte Renaturierung eines früheren Fichtenbestandes im Bereich der Gemeinde.

Die Natur sei dort explodiert, freut sich Bürgermeister Norbert Sproß über Laubhölzer, die Faltern und Käfern neuen Lebensraum bieten. Und die Gemeinde sei bei all dem finanziell außen vor, da die Wege ehrenamtlich in Veldenz gepflegt und verschönert würden. So etwa mit  geschnitzten Holz-Skulpturen in Form von Wölfen und Luchsen. Bei den Wanderinstitutsexperten kam all das gut an.