Verbandsgemeinde soll Schulträger bleiben

Der Manderscheider Verbandsgemeinderat hat vorsorglich den Antrag verabschiedet, dass die Regionale Schule auch als Realschule plus in der Trägerschaft der VG bleibt und zweizügig weiter existieren kann. Der Rat will außerdem Anträge für Betreuungsangebote an Grundschulen unterstützen.

Manderscheid. Wie sehen die Auswirkungen der Schulstrukturreform auf die Regionale Schule Manderscheid aus? Bürgermeister Wolfgang Schmitz machte in der Verbandsgemeinderatssitzung deutlich, dass dies bislang niemand so genau sagen kann.

Zwar sei viel über die Reform diskutiert worden — sieben Werkstattgespräche habe es allein auf Kreisebene gegeben — doch sei vom Land auch viel wieder zurückgenommen und überarbeitet worden. Fakt ist nach wie vor: Ab dem Schuljahr 2009/2010 soll aus der Regionalen Schule eine Realschule plus werden (der TV berichtete). Ursprünglich hieß es, die Schulen müssten dreizügig sein und der Kreis solle die Trägerschaft übernehmen. Zumindest zum ersten Punkt hat es laut Schmitz Änderungen gegeben. Da viele Schulen in dünn besiedelten Räumen keine Dreizügigkeit erreichen könnten, seien Ausnahmen zugelassen worden, sagte er. Ob dazu ein gesonderter Antrag nötig sei, ist laut Schmitz jedoch nicht geklärt. Neueste Devise: Es könnte sein, dass alle Realschulen plus bis 2013 in ihrer jetzigen Form erhalten bleiben.

Schmitz: VG besserer Schul-Träger als Kreis



Schmitz schlug dennoch vor, die Zweizügigkeit genauso wie die Trägerschaft der Verbandsgemeinde vorsorglich zu beantragen. Schmitz: "Eventuell sind die Beschlüsse nicht mehr nötig, aber sie sind wichtig. Wir sollten gegenüber dem Kreis eindeutig Position beziehen." Hintergrund dazu: Der Kreistag soll am 29. September den Schulentwicklungsplan verabschieden.

Zur Trägerschaft der Verbandsgemeinde erklärte Schmitz: "Seit 1972 ist die Schule in Trägerschaft der Verbandsgemeinde sehr gut gelaufen." Aus finanziellen Gründen sei die Verbandsgemeinde eher in der Lage der Schule bei Problemen zu helfen als der Kreis. Der Rat sprach sich für beide Anträge einstimmig aus. Ebenso tat er es für den Antrag, dass die Duale Oberschule Wittlich weiter vom Schulzweckverband, dem die VG angehört, getragen wird.

Hasborn und Großlittgen: Anträge auf Betreuung



Große Einigkeit herrschte im Rat auch zum Thema Einrichtung und Ausweitung der Betreuungsangebote an den Grundschulen. Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, Anträge der Schulen auf Betreuung zu unterstützen. Anlass für den Beschluss waren Anträge der Schulen Hasborn und Großlittgen. Schmitz erklärte jedoch, dass Hasborn für eine Ausweitung der Betreuungszeit nicht die erforderliche Zahl von 25 Kindern zusammenbekommen habe.

Die Sach- und Personalkosten für die Betreuung zahlt der Träger, also die Verbandsgemeinde. Das Land steuert lediglich einen Zuschuss zu.