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Verbandsgemeinde Traben-Trarbach bietet eine Ferienfreizeit an

Corona : Kleine Trolle trotzen singend und tanzend der Pandemie

Trotz aufwendiger Hygienebedingungen bietet die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach eine Ferienfreizeit an. Die Kinder üben ein Musical ein.

„Wir sind die kleinen Trolle, Falleri Fallera Fallahoppsassa. Wir sind die kleinen Trolle und gehen in den Wald“: Die 15 Kinder der Musical-Freizeit im Heinrich-Held-Haus haben offensichtlich Spaß, wenn Bernhard Rörich an der Gitarre ein Lied anstimmt.

Denn ganz ohne Ferienfreizeit geht es in Traben-Trarbach nicht. Kurzfristig haben sich Jugendpflegerin Patrycja Murawska von der VG Traben-Trarbach, Alina Liesch und Daniela Burg-Leininger von der katholischen sowie Bernhard Rörich und Miriam Hahn von der evangelischen Kirchengemeinde entschlossen, in den Herbstferien gemeinsam einen Musical-Workshop für Kinder von sechs bis zwölf Jahren anzubieten.

„Wir haben zwei Tage vorher entschieden, dass wir uns dem Stress aussetzen und die Freizeit organisieren“, sagt Murawska. Denn der zweite Kurs dieser Art findet gegenüber der Premiere im Vorjahr aufgrund der Corona-Herausforderungen unter erschwerten Bedingungen statt.

Waren es im Vorjahr noch 28 Kinder, die daran teilgenommen haben, so musste die Anzahl wegen der notwendigen Abstände reduziert werden. Auch bei vielen weiteren Sachen musste umdisponiert werden, beispielsweise beim gemeinsamen Frühstück. Und neben dem Heinrich-Held-Haus musste mit der Lorettahalle ein zweiter Ort für den Kurs gesucht werden: Denn die Räume müssen regelmäßig gelüftet werden.

Basis für das Hygienekonzept waren entsprechende Vorlagen für Einrichtungen und Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sowie das Konzept für Proben kirchlicher Chöre im Bistum Trier. Und auch die Aufführung, bei der die Kinder das musikalische Spiel „Noah unterm Regenbogen“ vor ihren Eltern, Freunden und Verwandten aufführen, musste ausfallen. Als Ersatz hat das Orga-Team einen Videofilmer verpflichtet, der die Woche als Dokumentation festhält.

Gegen Schluss der Freizeit, ziehen die Organisatoren ein positives Fazit. Die Kinder haben eine Arche Noah gebaut, viel gesungen und gespielt. „Es hat sehr gut funktioniert. Die Kinder haben sich an alles gehalten“, sagt Murawska.

Und den Teilnehmern hat die Freizeit offensichtlich gut gefallen. „Ich mache mit, weil ich das toll finde, dass wir so viele Lieder kennenlernen“, sagt die acht Jahre alte Antonia. Der neunjähren Lanya hat Singen und Basteln gut gefallen „trotz Abstand. Schön, dass wir hier zusammen kommen“, sagt sie. Der achtjährige Niklas freut sich, dass er alle Teilnehmer kennt. „Es ist fast wie letztes Jahr“, sagt er. „Ich mache jede Ferienfreizeit mit, nicht nur Singen, sondern auch Sport.“