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Verbandsgemeinde Wittlich-Land investiert 5 Millionen in Kläranlage

Kommunales : Auch schmutziges Wasser kostet Geld

Fünf-Millionen-Euro-Invest: Die Verbandsgemeinde baut eine ihrer 14 Kläranlagen neu.

Wohl selten zuvor hat der Verbandsgemeinderat Wittlich-Land ohne Diskussion so viel Geld auf einen Schlag ausgegeben wie auf seiner jüngsten Sitzung. Der einstimmig gefasste Beschluss zeigt, für wie unverzichtbar die Gremienmitglieder eine Investition von mehr als fünf Millionen Euro in die Gruppenkläranlage Meerfeld-Bettenfeld halten.

Aufgrund des Alters und technischen Zustandes der Kläranlagen Bettenfeld und Meerfeld hält der Rat den Neubau der Gruppenkläranlage am Standort der Kläranlage Meerfeld für erforderlich.

Ende der 1970er Jahre wurde die Kläranlage in Bettenfeld errichtet. Mittlerweile weist das marode Bauwerk zahlreiche Mängel auf. Beispielsweise entspricht die Elektrotechnik nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und ist sanierungsbedürftig. Ähnlich sieht es auch bei der bestehenden Kläranlage in Meerfeld aus. Dort entsprechen zum Beispiel die Scheibentauchkörper, auf denen die zur Reinigung des Abwassers notwendigen Mikroorganismen siedeln,  nicht mehr den Vorgaben und die Filtrationsanlage litt auch schon unter so manchem Defekt.

Im Zuge dieser Mängel hat das Ingenieurbüro Garth aus Bernkastel-Kues eine Studie durchgeführt, die zum einen zur Standortfindung für eine neue Kläranlage, und auch für die europaweite Ausschreibung des Projektes notwendig war. Um die bestmögliche Variante zu finden, wurden vier unterschiedliche Möglichkeiten in Betracht gezogen. Letztendlich überzeugte das Gremium der Neubau einer Gruppenkläranlage für Meerfeld und Bettenfeld am Standort der Kläranlage Meerfeld. Obwohl diese Vari­ante mehr beinhaltet, als nur die Erneuerung der einzelnen Standorte, ist es die wirtschaftlichste Möglichkeit.

Zusätzlich zum Neubau der Gruppenkläranlage Meerfeld-Bettenfeld ist der Bau eines Mischwasserpumpwerkes in Bettenfeld, der Bau einer Druck- und Gefälleleitung zwischen Bettenfeld und Meerfeld zum Transport des Mischwassers und der Rückbau der Kläranlage Bettenfeld in dem Projekt mit eingeschlossen. Außerdem sind der Neubau eines Stauraumkanals und eines Pumpwerkes in Meerfeld geplant.

Die Kosten in Höhe von 5,2 Millionen Euro verteilen sich auf einen Zeitraum bis 2023. Im Haushaltsjahr 2020 schlägt das Projekt erst mal nur mir 200 000 Euro zu Buche. Die Kosten der nächsten Jahre sind nach dem Baufortschritt im Wirtschaftsplan angesetzt. Bis 2023 soll das Projekt fertig gestellt werden.

Bei der derzeit laufenden europaweiten Ausschreibung haben Ingenieurbüros die Möglichkeit, sich für die Ausführung des Projektes zu bewerben. Bis zu fünf der qualifiziertesten Bewerber werden daraufhin die Angebote vorstellen und diese dann auch verhandeln.