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Verbandsgemeinde Wittlich-Land schafft Buslinie bis Manderscheid

Verkehr : Ein Bus, alle Orte, alle Generationen

Mit dem Projekt „Linie 45“ soll in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land ein neues mobiles Angebot geschaffen werden, das Familien, Jugendliche und Senioren in den 44 Dörfern und der Stadt Manderscheid anspricht.

44 Dörfer gibt es in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, dazu die Stadt Manderscheid – und für sie alle sollen künftig mit einem Kleinbus, Kleinwagen, Wohnmobil oder ähnlichem angefahren werden. Mit dem Gefährt verbunden sein sollen verschiedene Angebote, die eine Ergänzung zu denen von Vereinen, Volkshochschule, Kinderschutzbund  oder Gemeinden sind und alle Generationen ansprechen sollen.

Das Angebot, nach den 45 Kommunen in der VG „Linie 45 – Innovation, Mobil, Sozial und Nachhaltig“ genannt, soll  flexibel und mobil auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen und auch deren Ideen berücksichtigen. Besonders im Fokus soll die Jugend stehen, denn in der VG gibt es keinen Jugendpfleger. Für sie soll es Gesprächskreise, Spieleabende oder andere Aktivitäten geben, an immer wechselnden Plätzen und Orten. Für die Umsetzung soll eine Teilzeitkraft eingestellt werden.

Die Kosten des vorerst auf zwei Jahre angelegten Projekts, das von zwei Mitarbeiterinnen der VG-Verwaltung erarbeitet wurde, werden auf insgesamt 169 000 Euro taxiert. Für das Projekt ist eine Förderung durch das Leader-Programm angedacht.

Der Zuwendungssatz beträgt voraussichtlich 65 Prozent.  Die nicht durch Leader-Förderung gedeckten Kosten in Höhe von etwa 59 000 Euro müssten von der Verbandsgemeinde getragen werden.

Leader ist das Förderprogramm der Europäischen Union zur Entwicklung der ländlichen Räume und damit zur finanziellen Unterstützungen der Ideen. Ziel aller Leader-Projekte sollte es sein, auf innovativen Wegen die Lebensqualität und insbesondere den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Die VG Wittlich-Land gehört zur Leader-Aktionsgruppe (LAG) Vulkaneifel.

Starten könnte Linie 45 bereits im kommenden Frühjahr, allerdings lasse das Leader-Programm auch eine konkrete Umsetzung gestreckt ab 2023 zu, so Bürgermeister Dennis Junk.

Bei den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses der VG, wo das Projekt vorgestellt wurde, stieß Linie 45 auf breite Zustimmung. Für Bürgermeister Dennis Junk ist die Linie 45 „ein Schritt in die Richtung, dass die VG nach dem Bürgerbus auch alle anderen Altersgruppen im Blick hat“.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat noch nicht über das Projekt beschlossen. Es soll zuerst in den Fraktionen und dann im Verbandsgemeinderat beraten werden.

Die nächste Sitzung des VG-Rats ist am Mittwoch, 13. Mai, 18 Uhr, in Dreis. Eine endgültige Entscheidung für oder gegen Linie 45 soll erst fallen, wenn die LAG eine Förderung zugesagt hat.