1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Verbandsgemeinderat entscheidet: Sanierung der Thalfanger Turnhalle kann starten

Kommunalpolitik : Umkleidebereich in Thalfanger Halle wird saniert

Die Mitglieder des Verbandsgemeinderates Thalfang beschließen die Sanierung des Sanitärbereichs der Turnhalle für rund 275 000 Euro. Einige Kommunalpolitiker kritisieren die Kostensteigerungen.

Die Mitglieder des Verbandsgemeinderats Thalfang haben in ihrer jüngsten Sitzung die Sanierung des Umkleide- und WC-Bereichs der Sporthalle Thalfang auf den Weg gebracht. Insgesamt haben die Ratsmitglieder Gewerke für 225 654 Euro vergeben. Als folgenden Schritt wird die VG mit den beteiligten Firmen und dem Architekten einen Zeitplan abstimmen, um schnellstmöglich mit den Arbeiten beginnen zu können, sagt Vera Höfner, Bürgermeisterin der VG Thalfang.

Mit den Honorarkosten beträgt die Gesamtsumme für die Sanierung jetzt 274 300 Euro. Das sind 64 900 Euro mehr als im Januar 2018 errechnet. Höfner nennt mehrere Gründe für die Kostensteigerung. Von Seiten des Beirats für Menschen mit Behinderung bei der Kreisverwaltung sei 2019 gefordert worden, den gesamten Bereich barrierefrei zu gestalten, was die Kosten um 17 550 Euro in die Höhe treibt. Zudem lägen die Gründe an der langen Dauer von fast drei Jahren zwischen Kostenschätzung und Ausschreibung sowie an der derzeitigen Hochkonjunktur im Baugewerbe.

Die Kostenentwicklung und die Tatsache, dass die Halle wegen nicht ausreichender Lüftung aufgrund der Corona-Pandemie nicht betrieben werden kann, führt in der Debatte zu kurzen, aber intensiven Beiträgen. Eine Sanierung nutze nichts, wenn die Kinder dort nicht turnen dürften, sagt Burkhard Graul von der SPD. Das Land habe den Kommunen Corona-Hilfen zugesagt, für Thalfang errechneten sich 48 000 Euro, die die Kommune in die Installation einer Lüftungsanlage stecken solle, schlägt er vor.

Winfried Welter (CDU) sagt, die Kostensteigerung sei von der VG nicht zu vertreten. Die Barrierefreiheit sei seinerzeit offenbar nicht berücksichtigt worden. Auch er spricht sich dafür aus, die Corona-Hilfen für die Lüftungsanlage zu verwenden. „Das sind ja corona-bedingte Maßnahmen in höchstem Maße“, sagt er. Christian Synwoldt von Bündnis 90/Die Grünen sieht ein Muster, wenn bei mehreren Projekten wie auch hier bei der Sanierung der Turnhalle soviel Zeit vergeht, was zu einer „immensen Kostensteigerung“ führt. Bettina Brück von der SPD verweist auf ein Förderprogramm des Bundes, mit dem der Einbau einer Lüftung mit 70 Prozent gefördert werden könne. Werner Breit (FDP) sagt, dass die Turnhalle noch mehr Sanierungsbedarf habe und nennt als Beispiel eine energetische Sanierung.