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Verbandsgemeinderat fasst Beschlüsse zum „Gewerbegebiet Irmenach“

Kommunalpoitik : Klares Votum für Gewerbegebiet

Der Verbandsgemeinderat leitet die nächste Schritte in Sachen „Gewerbegebiet Irmenach“ und Mobilitätskonzept ein.

Im Zusammenhang mit dem „Standortkonzept Gewerbe“ hatte der Verbandsgemeinderat Traben-Trarbach vor geraumer Zeit beschlossen, die Ausweisung eines zentralen interkommunalen Gewerbegebiets mit Industrie- und Gewerbeflächen im Gebiet Irmenach-Beuren/Kleinich, gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, zu prüfen. Nach einem informellen Scoping-Verfahren eines Planungsbüros seien keine Ausschlusskriterien erkennbar, erläuterte Bürgermeister Marcus Heintel in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Nächster Schritt sei nun eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Artenschutzuntersuchung und FFH-Verträglichkeitsprüfung im Hinblick auf das Schutzgebiet „Ahringsbachtal“. Ergänzend hierzu beschloss der Verbandsgemeinderat die Ausführung von archäologischen Untersuchungen, die von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz gefordert wurden. Hierfür wurden 30 000 Euro überplanmäßig bereitgestellt. Damit bekräftigt der Verbandsgemeinderat ausdrücklich den Planungswillen, einen großflächigen und regional bedeutsamen Gewerbestandort an der „B 50 neu“ zu entwickeln und die begonnene Gewerbestudie fortzusetzen.

Der Verbandsgemeinderat beschloss außerdem, dass die VG die Aufgabe der Wirtschaftsförderung von überörtlicher Bedeutung übernimmt. Ein VG-Entwickler soll zur Entwicklung der Verbandsgemeinde, der Ortsgemeinden und der Stadt Themen der Daseinsvorsorge und Zukunftsgestaltung behandeln, die Federführung bei zukunftsweisenden Projekten übernehmen, als Förderlotse bei der Akquise von Fördermitteln agieren und im Bereich der Wirtschaftsförderung die Themen „Gewerbeansiedlung“ und das von Bürgermeister Heintel initiierte „Unternehmensnetzwerk“ betreuen.

Außerdem beauftragte der Verbandsgemeinderat die Verwaltung mit der Planung einer neuen Heizungsanlage am Feuerwehrgerätehaus in Kröv. Daneben wurde mittlerweile der Bauantrag für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus in Olkenbach gestellt.

Auf Vorschlag der Verwaltung wurde außerdem beschlossen, auf die pauschalen Gebühren für die Betreuungsangebote und das Mittagessen in den Grundschulen für das erste Quartal 2021 zu verzichten.

Im Zusammenhang mit der geplanten Gründung der gemeinsamen „Ver- und Entsorgungsbetriebe Traben-Trarbach/Wittlich-Land AöR“ wurden die Gutachten sowie die Standortanalyse für einen Betriebssitz vorgestellt. Letzterer sieht klare Vorteile für den von der VG favorisierten Standort im Gewerbegebiet Sengwald in der Ortsgemeinde Kinheim. Die Gespräche und Verhandlungen mit der Verbandsgemeinde Wittlich-Land werden fortgesetzt und sollen bald zum Abschluss kommen.