Verborgene Schätze

KLAUSEN. Der Gemeinderat Klausen beschloss auf seiner jüngsten Sitzung den Ausbau der Straße "Auf dem Kordel" und den Teilverkauf des Festplatzes im Ortsteil Pohlbach. Außerdem wurden Entscheidungen zum Abtsgarten und zur Anbindung an das überregionale Radwegenetz getroffen.

Der Abtsgarten beschäftigt den Klausener Gemeinderat weiterhin. Ortsbürgermeister Alois Meyer berichtete auf der Sitzung von den Ergebnissen eines Ortstermins mit den Denkmalpflegebehörden. Dabei wurde auch über einen Durchbruch durch die Umfassungsmauer gesprochen. Dieser soll einen Zugang von unten ermöglichen. Von Seiten der Behörden gibt es bisher keine Bedenken. Da das Gelände an der Innenseite der Umfassungsmauer durch Aufschüttungen höher ist als im Außenbereich, wurde eine Probegrabung vorgenommen. Hierbei entdeckten die Arbeiter eine zugemauerte alte Tür. Nun soll diese freigelegt werden. Dabei rechne man damit, vielleicht bei der Ausgrabung eine weitere barocke Treppe, wie es sie auch in den oberen Bereichen des Abtsgartens gibt, zu finden. Die weiteren Planungen zum Abtsgarten wurden bis zu einem erneuten Ortstermin mit den Denkmalpflegebehörden vertagt. Des Weiteren beschloss der Gemeinderat den Ausbau der Straße "Auf dem Kordel", die sich in einem maroden Zustand befindet. Dabei wurden weitgehend die Wünsche der Bürger berücksichtigt, die auf einer Anwohnerversammlung vorgebracht wurden. Geplant sind ein einseitiger Gehweg und an beiden Straßeneinmündungen Grünbeete zur Verkehrsberuhigung. Bis Jahresende soll der Ausbau abgeschlossen sein.Anbindung ans Radwegenetz wird angestrebt

Die Gemeinde Klausen strebt die Anbindung an das überregionale Radwegenetz an. Ortsbürgermeister Alois Meyer wie auch die Mehrheit der Ratsmitglieder sieht den Radtourismus als deutlichen Wachstumsmarkt. Daher ließ der Rat zusammen mit den Nachbargemeinden Esch und Osann-Monzel von der Verwaltung ein Konzept erarbeiteten, welche Straßen als Radwege in Frage kommen und wie die Wege sinnvoll beschildert werden können. Die Planungskosten werden vom Land übernommen, die Kosten der Schilder tragen die Gemeinden. Eine Entscheidung zum Dorfplatz in Pohlbach fiel im nichtöffentlichen Teil. Das Grundstück nebst Gebäude wird an einen Interessenten verkauft. Im Gemeindebesitz bleibt lediglich ein sechs Meter breiter Streifen, auf dem Parkplätze und ein Buswartehäuschen errichtet werden. Die Pohlbacher Kirmes wird künftig nur noch in der Poststraße bei der Brennerei gefeiert. Der Rat sprach sich anschließend gegen den Verkauf der alten Pohlbacher Schule aus. Für das Gebäude lag eine Kaufanfrage vor. Bei einem Verkauf wären zum einen Fördermittel aus der seinerzeitigen Renovierung des Gebäudes zurückzuzahlen. Zum anderen gibt es derzeit keine Alternative für die Räume, die von Gemeinde und Vereinen benötigt werden. Außerdem benannte der Gemeinderat einen Fußweg im Neubaugebiet nach dem ehemaligen Verbandsbürgermeister Karl Becker und traf vertragliche Regelungen zur Festhallennutzung und den Klausener Märkten.